Die JuniorCanes Leon Helm, Sasan Jelvani und Jan Pietsch sind nach einer erfolgreichen Junioren-WM mit der deutschen Nationalmannschaft wieder in Frankfurt gelandet. Die Mannschaft konnte sich viel Respekt verdienen, auch wenn es am Ende nur zu dem erwarteten 7. Platz reichte.

 

Am Freitagmorgen landete der Flieger aus Kuwait mit den 3 müden aber glücklichen JunioCanes an Bord. Hinter ihnen liegt ein wohl einmaliges Erlebnis. Zwei Wochen lang kämpften sie bei der Juniorenweltmeisterschaft im American Football in der Gluthitze von Kuwait gegen die favorisierten US-Amerikaner, Mexikaner und Japaner um jeden Meter. Auch wenn es am Ende zu keiner Überraschung gereicht hat, die deutsche Juniorennationalmannschaft hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Die drei Saarländer in der Mannschaft konnten sich im Team etablieren. Alle Drei starteten auf ihren Positionen und bekamen viel Spielzeit. Für Leon Helm, dem Fullback der Canes, wurde sogar extra das Spielsystem angepasst. Beim Gewinn der Bronzemedaille im letzten Sommer war er zwar auch im Team, aber damals hatten die Coaches wenig Verwendung für einen Fullback in ihrem System. In Kuwait konnte er hingegen 2 Touchdowns erzielen.

Die Deutschen waren kurzfristig für diese Weltmeisterschaft nachnominiert worden, weil der Vertreter aus Ozeanien zurückgezogen hatte. Leider mussten sie auch den Platz des letztmaligen Fünftplazierten American Samoa einnehmen und wurden somit in die schwerere Gruppe gesetzt.

Während sich die beiden anderen europäischen Mannschaften, Österreich und Frankreich, mit Titelverteidiger Kanada und Gastgeber Kuwait messen konnten, mussten unsere Jungs gegen die USA, Japan und Mexiko ran. Dazu sollte man wissen, dass American Football auch in Mexiko und in Japan zum Schulsport gehört. Ein Handicap, dass hierzulande zwar von den Vereinen mit ihrer intensiven Nachwuchsarbeit versucht wird auszugleichen, was aber noch nicht ganz gelingen konnte. Unsere JuniorCanes schlugen sich auch angesichts der kurzen Vorbereitungszeit wacker und verloren im ersten Gruppenspiel gegen die Japaner nur mit 20:48. Dass die Vereinigten Staaten nicht zu schlagen sein würden, zeichnete sich im Vorfeld schon ab. 54:0 hieß es am Ende für den Nachwuchs aus dem Mutterland des Sports. Die fehlende Vorbereitungszeit merkte man dann auch noch im dritten Gruppenspiel gegen Mexiko. Beim 7:35 wäre mit weniger Fehlern noch mehr drin gewesen.

Nach der Gruppenphase kamen die Platzierungsspiele. Alle Platzierungsspiele wurden von den Teams aus der Deutschland-Gruppe gewonnen. Unsere Nationalmannschaft schlug den Gastgeber Kuwait bei durchlaufender Uhr (verkürzter Spielzeit) mit 76:0! Im Nachhinein muss man sich schon fragen, warum ein solches Turnier in ein Footballentwicklungsland wie Kuwait gelegt wurde. Zum einen weil der Gastgeber nur derbe Niederlagen einstecken musste und zum anderen, weil die Temperaturen zu dieser Jahreszeit alles andere als angenehm für die Spieler waren und zudem noch Ramadan herrschte. Einzig Europameister Österreich hätte beinahe für eine Sensation sorgen können. Im Spiel um Platz 3 verloren sie mit 30:31 denkbar knapp gegen Mexiko und auch nur, weil sie sich nach ihrem Anschlusstouchdown gegen den üblichen Kick zum Ausgleich entschieden. Sie wollten das Spiel mit einer Two-point-conversion gewinnen und verloren es. Weltmeister wurden die USA mit einem deutlichen 40:17 gegen Titelverteidiger Kanada.

„Wir freuen uns für unsere Spieler und hoffen, dass sie viele unvergessliche Momente genießen konnten. Vor allem sind wir aber auch froh, dass sie wieder gesund zurückgekehrt sind. Jetzt gilt die ganze Konzentration dem Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft, dass unsere JuniorCanes am Sonntag am heimischen Matzenberg  um 15 Uhr gegen die Düsseldorf Panther austragen werden.“ blickt Präsident Tobias Bagusche schon wieder Richtung des nächsten großen Events für die Spieler.

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