Ein starkes 2. Quarter reicht unserer Mannschafz bei dem Heimsieg über die Bandits. Quarterback Alex Haupert überzeugt mit 20 Completions bei 29 Pässen und kann Selbstbewusstsein tanken. Die Offense insgesamt zeigte sich im Vergleich zum Saisonauftakt stark verbessert. Gleich 5 verschiedene Spieler markierten die Touchdowns.

Die Jungs von Tom Smythe hatten sich viel vorgenommen. Nach der Schlappe gegen München waren noch zusätzliche Trainingseinheiten eingelegt worden. Spielmacher Alex Haupert arbeitete zusammen mit seinen Passempfängern an einem besseren Timing. Eben das sollten unsere PubliCanes auch so schnell wie möglich zu sehen bekommen. Die Mannschaft gewann den Coin-Toss und wollte direkt das Angriffsrecht. Hochmotiviert kam die Offensive aufs Feld. Doch auch in diesem Spiel lief der Motor der Offense nicht direkt auf Hochtouren. Der erste Drive verlief nur kurz. Der erste Pass von Haupert kam zwar an, aber mit dem Laufspiel klappte es noch nicht. Somit mussten wir ohne ein First Down punten. Im Gegenzug erzielten die Bandits dann zwar das erste First Down der Begegnung, mussten sich aber auch direkt wieder vom Angriffsrecht trennen. Unsere Jungs strahlten mit ihrem Passspiel von Beginn an die Gefährlichkeit aus, die sie beim Saisonauftakt noch vermissen ließen. Haupert brachte in diesem Drive 4 von 5 Pässen an den Mann. Selbst ein erster Versuch und 25 konnte den Angriff nicht aufhalten. Beim 3. Versuch und 11 löste er sich aus seiner Pocket, täuschte einen Run an und warf aus vollem Lauf einen 38 Yard Touchdownpass auf Corry Soto, der mutterseelenallein in der Endzone stand. Damit war der Knoten endgültig geplatzt. Die Verteidigung erstickte das Laufspiel der Gäste im Keim. Wenn überhaupt, dann konnten die Bandits nur mit Pässen Raumgewinn erzielen. Das Passspiel war aber zu inkonstant, um wirklich gefährlich zu werden. Somit kamen wir schnell wieder in Ballbesitz. Nachdem die ersten Punkte gefallen waren, nahm der Angriffswirbel erst richtig Fahrt auf. Im dritten Drive kam auch Chad Lucas erstmals zum Einsatz. Der Amerikanische Wide Receiver schlägt sich seit den ersten Wochen mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel herum und ist noch weit von den 100% entfernt. Doch er sollte zumindest einmal zeigen, wozu er in der Lage ist. Diesen Nachweis konnte er eindrucksvoll bringen. Er fing alles, was in seine Richtung kam. Mit nur 3 Pässen, zwei davon auf Lucas, und einem Lauf von Haupert selbst sowie einer Roughing the passer-Strafe überquerten die Men in Black das gesamte Feld bis an die 5 Yard-Line der Gäste. Das erste Quarter endete beim Stand von 7:0, doch die nächsten Punkte fielen gleich im ersten Spielzug des 2. Quarters. Benjamin Thompson alias Jason Thomas trug das Ei in die Endzone zum zwischenzeitlichen 14:0. Mannheim konnte nicht gegenhalten. Ohne ein First Down zu erzielen mussten sie erneut punten. 3 komplettierte Pässe später markierte Marcus Richardson die nächsten Punkte mit einem 39 Yards Catch. Wegen eines schlechten Snaps wurde der PAT gar nicht erst geschossen und es blieb beim 20:0. Mannheim fand nach wie vor kein Mittel um mit dem Angriff Raumgewinn zu erzielen. Sie punteten erneut nach nur 3 Versuchen. Im nächsten Drive konnte man dann erkennen, dass auch im Angriff um Haupert noch längst nicht alles rund lief. Gleich drei Pässe in Folge kamen nicht an bzw. wurden fallen gelassen. So musste auch Haupert wieder mal punten. Antwan Smith konnte das Ei aufnehmen und 45 Yards zurücktragen. Ein persönliches Foul brachte die Bandits bis an die 20 Yardline der Canes. Ein erster Lauf führte die Gäste sogar bis an die 11. Bei dem Versuch das zweite Firts Down des Spiels zu erzielen ließ sich Ballträger Eric Weisz jedoch das Objekt der Begierde von Christoph Dillenburger entreißen. Das Angriffsrecht wechslete wieder. Nach einer 5 Yards Strafe bediente Haupert von der 20 Yardline aus Chad Lucas mit einem kurzen Pass an die Sideline. Dort zündete er seinen Turbo, brach noch ein Tackle und trug das Ei über 80 Yards in die Endzone zum 27:0. Der folgende Drive der Mannheimer wurde durch eine Interception von Lamar Hall schon nach dem 3. Play beendet. Haupert spielte weiter auf sehr hohem Niveau. Mit Pässen auf Soto und Johnston führte er sein Team über das Feld und beendete den Drive mit einem 14 Yards Touchdownpass auf Kevin Johnston, der wie Lucas, Soto und Thompson seine ersten Punkte für unser Team erzielte. Kurz vor Schluss der ersten Halbzeit erhöhten wir damit auf 33:0.
In der zweiten Halbzeit war dann die Luft aus dem Spiel raus. Tom Smythe wechselte immer mehr Back-Ups ein, Chad Lucas kam gar schon ohne Pad aus der Kabine. Irgendwie schien auch die Verteidigung etwas Biss in den Katakomben gelassen zu haben, denn erstmals konnten die Gäste über das Feld marschieren. Letztlich erlief Eric Weisz aus 5 Yards die ersten und einzigen Punkte der Badener zum 07:33. Auch im nächsten Drive fand ein Spieler der Canes die Endzone. Benjamin Thompson fing einen 17 Yards Pass von Haupert. Allerdings wurde eine Strafe für eine Passbehinderung gegen die Offense ausgesprochen, so dass dieser Touchdown nicht zählte. Genauso wie der Puntreturntouchdown von Collin Bibb, der wenig später ebenfalls wegen einer Strafe nicht anerkannt wurde. Das Spiel befand sich mittlerweile bereits im letzten Quarter. Unsere Mannschaft ließ die Uhr herunterlaufen und die Bandits fanden keine Mittel mehr um noch Ergebniskosmetik zu betreiben.
Am Ende gewinnen wir auch in dieser Höhe verdient. Die Offensive hat zumindest gegen Mannheim einen Weg gefunden erfolgreich zu punkten und zeigte sich in der Wahl der Mittel sehr flexibel. Alex Haupert kommt auf ein bemerkenswertes Quarterbackrating von 211,0 Punkten nach der Berechnung der NCAA. Die Verteidigung wurde auch von den Bandits vor keine allzu schwierigen Aufgaben gestellt und konnte die gesamte Begegnung über dominieren. Wenn sich unser junges Team auf diesem Niveau etablieren kann, dann war das nicht der letzte Heimsieg der Saison.

 

Bild: Kevin Johnston erzielt seinen ersten GFL Touchdown (von Steven Schirra)

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