Heute wollen wir die beiden Spiele gegen Gießen ein wenig unter die Lupe nehmen. Hier geht es zu den kompletten Stats: http://stats.gfl.info/gfl2/2019/ggdsh.htm

Nicht nur am Ergebnis kann man erkennen, dass sich die Dragons dieses Mal ein wenig besser geschlagen haben (41:3) als im Hinspiel (72:7). Die Canes erzielten am Wochenende 27 1st Downs. Im Hinspiel waren es mit 26 sogar eins weniger. Statt 10 wie im Hinspiel erzielten wir dieses Mal aber „nur“ 6 Touchdowns. Das spricht insgesamt dafür, dass das Team in Gießen weniger Yards errungen hat. Die Zahlen bestätigen diese Vermutung. Statt 599 Yards wurden 488 Yards erzielt. Gießen hat unsere Angriffe also ein wenig besser verteidigen können und den durchschnittlichen Raumgewinn unserer Offense reduzieren können. Mit 8 Yards pro Laufspielzug und 21 Yards pro gefangenem Pass sind die Werte unserer Jungs im Angriff aber immer noch überragend.

Auf der anderen Seite konnte auch Gießen tatsächlich mehr 1st Downs erzielen und sich von 5 auf 12 steigern. Allerdings erzielten sie dabei lediglich 100 offensive Yards, während es im Hinspiel immerhin noch 156 Yards waren. Also auch hier gab es weniger Big Plays.

Unterschiede gab es auf beiden Seiten tatsächlich im Passspiel . Die Canes (in Neunkirchen Haupert und Kleer, in Gießen nur Haupert) warfen im zweiten Spiel häufiger (17 gegenüber 10 Pässe), hatten auch mehr gefangene Pässe (10 gegenüber 7 Completions) und erzielten damit auch mehr Yards (209 statt 174). Allerdings sprang dabei ein Touchdown weniger heraus (3 statt 4). Auf der Gastgeberseite teilten sich dieses Mal Nobles und Lisko die Spielmacherposition. Bei ebenfalls mehr Passversuchen (20 statt 16) wurden mit 9 Completions deutlich mehr Bälle gefangen als im Hinspiel (4). An Yards war der Unterschied nicht ganz so groß. Es gab eine Steigerung von 51 auf 55 Yards, dafür eine Interception weniger (2 statt 3) aber eben auch kein Touchdown, der zumindest in den letzten Minuten des Hinpiels gelungen war.

Auf Seiten der Canes durften wieder 11 Spieler aus der 2. Mannschaft ran und bekamen in der 2. Halbzeit auch Spielzeit und das, obwohl sie am Vortag noch beim Derbysieg gegen St. Wendel aufgelaufen sind. Dabei sei noch einmal betont, dass es ein strenges Reglement im AFVD bzgl. des Einsatzes von Spielern einer 2. Mannschaft gibt, das wir auch peinlich genau einhalten. Spieler aus dem Kader unserer Oberligamannschaft dürfen im Laufe der Saison insgesamt nur 2 Mal in der GFL2 eingesetzt werden, ansonsten entfällt ihre Startberechtigung für die Oberliga für dieses Jahr. Deshalb werden auch immer wieder andere Spieler aus dem Kader von Tim Walch mit einem Einsatz in der GFL2 belohnt. Und diese Belohnung hatten sie sich nach dem Sieg in St. Wendel redlich verdient.

Unterm Strich war die Begegnung in Gießen auch aus statistischer Sicht erneut eine klare Angelegenheit für die Jungs von Headcoach Sturdivant. Jetzt haben sie eine Woche Pause und fahren dann zum Meister nach Ravensburg. Für den wiederum schlägt angesichts 2er Niederlagen in nur 4 Spielen schon an diesem Samstag die Stunde der Wahrheit, wenn er um 18 Uhr gegen den bisher noch ungeschlagenen Aufsteiger aus Biberach antritt.