Saison der Hurricanes fällt aus !

Der Football-Zweitligist Saarland Hurricanes ist wegen der Corona-Krise nicht in der Lage, in diesem Jahr an einem Ligabetrieb teilzunehmen. Der Verein, dessen Mannschaften in die dritte Woche der Corona-Trainingseinheiten gehen, will Spielern und Fans dennoch so viel Football wie möglich bieten.

„Wir als Verein bedauern es sehr, dass wir wegen der Corona-Pandemie nicht an einem Spielbetrieb in diesem Jahr teilnehmen können“ sagt Sven Neumann, Vorstandsvorsitzender des Footballvereins Saarland Hurricanes e.V.

Der American Football Verband Deutschland hat für das Herrenteam, das in der 2. Bundesliga spielt, einen um mehrere Monate verschobenen Saisonstart im September festgelegt. Wie genau diese “ Herbstsaison“ umgesetzt werden soll , ist aber noch völlig unklar. Klar ist nur, dass jedes Team seine Entscheidung für oder gegen einen Ligabetrieb eigenständig treffen kann.

Dass die Hurricanes sich nicht an Ligaspielen im Herbst beteiligen können, hat vor allem einen Grund: Die Stadionsituation. “ Wir haben geplant, in der neuen Saison an unserer alte Wirkungsstätte zurückzukehren, das Ludwigsparkstadion. Der Umbau des Ludwigsparks verzögert sich aber weiterhin ( SR Meldung vom 13.Juni ) und wird auch bis September nicht fertig sein. Die Antwort auf eine Anfrage bei der Stadt steht zwar noch aus, wird aber die Planungssicherheit für die Hurricanes nicht erhöhen“. erklärt Neumann.

Die Spielstätte des letzten Jahres, das Ellenfeldstadion in Neunkirchen, ist ebenfalls keine Option. Die Verlegung der Spielzeit in den Herbst hat dies wegen der Lichtverhältnisse unmöglich gemacht, wie Neumann erzählt:“ Unsere Spiele starten um 17 Uhr: Ein Footballspiel kann bis zu 3 Stunden dauern und das Ellenfeldstadion hat keine Flutlichtanlage. Bei einem früheren Beginn der Spiele würden uns die Zuschauerzahlen einbrechen und Heimspiele könnten nicht finanziert werden. “ Die letzte Option für die Hurricanes, um doch noch an der “ Herbstsaison “ teilzunehmen, wäre das Auffinden eines Alternativ-Stadions. Diese Option ist jedoch durch die Terminüberschneidungen mit den unzähligen Fußballvereinen im Saarland nahezu ausgeschlossen. Die Jugendteams und die Damenmannschaft der Hurricanes sind von vielen dieser Probleme in gleichem Maße betroffen und somit ist die Entscheidung mit den jeweiligen Vertretern aller Sparten über ein Aussetzen der regulären Saison gemeinsam getroffen worden.

Die Corona-Krise hat zudem alle Teams des Vereins seit Mitte März zu einer langen Zwangspause verdonnert. Seit zwei Wochen erst findet auf dem Vereinsgelände am Matzenberg in Saarbrücken wieder Training statt. An Trainingseinheiten unter normalen Bedingungen ist allerdings noch nicht zu denken, wie der Vorsitzende Neumann erklärt: “ Football ist ein Kollisionssport mit viel Körperkontakt. Im Moment können wir nur mit Abstand trainieren. Und in etwas mehr als zwei Monaten könnte man sich auch in einem normalen Trainingsbetrieb nicht auf eine normale Saison vorbereiten.“

Die Saarländer wollen diesen Problemen indessen kämpferisch begegnen: Das Training wird schrittweise und im Einklang mit der geltenden Verordnung weiter in Richtung Normalität entwickelt. Und auch wenn keine Ligaspiele der Hurricanes in diesem Jahr zu sehen sein werden, so hat sich der Verein doch ein klares Ziel gesetzt: Wir wollen unseren Sponsoren, Spielern, Trainern, Helfern, Fans und allen Saarländern so viel Football wie möglich bieten und werden versuchen, viele Football-Events zu organisieren.