Am Samstag dem 22.3. laden die American Footballer von der Saar 10- bis 16-Jährige Jugendliche ab 16:30 Uhr zu einem Probetraining auf das Trainingsgelände am Matzenberg in Burbach ein. Gleichzeitig starten die Canes eine Kooperation mit dem Programm „Mobby Dick“ des Deutschen Roten Kreuzes.

 

American Football ist eine Sportart, die gleich  mehrere Alleinstellungsmerkmale für sich verbuchen kann. Eines dieser Merkmale begründet sich durch die Zusammensetzung einer Mannschaft und den unterschiedlichsten Anforderungen an die einzelnen zu besetzenden Positionen. Wo sonst finden große, kräftige und schwere Jungs einen Mannschaftssport, in dem sie eine wichtige und tragende Rolle aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen übernehmen können? Im Schulsport sind hierzulande leider immer die gleichen Stereotype gefragt. Jeder kennt die Situation, der die Großen und Schweren im Schulsport immer wieder ausgesetzt sind, noch aus der eigenen Schulzeit. Bei der Wahl von Mannschaften, egal für welchen Ballsport, bleiben sie meistens bis zum Schluss übrig und werden nur noch zugeteilt. Kein Wunder, dass sie die Lust am Schulsport und am Sport im Allgemeinen aufgrund dieser Erfahrung immer mehr verlieren. Sie beginnen nach Auswegen zu suchen, diese Situationen zu vermeiden. Nicht mehr aktiv am Schulsport teilnehmen zu wollen, ist leider oftmals die Konsequenz, die immer weiter in die soziale Isolation führt.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) versucht mit dem Programm „Mobby Dick“ dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Übergewichtige Jugendliche sollen die Freude an Bewegung und Sport wiederfinden, indem sie zusammen mit anderen Leidensgefährten in einer Gruppe trainieren. Traurige Realität ist leider, dass immer mehr Jugendliche die einfachsten koordinativen Fähigkeiten bereits verloren haben. Außerdem werden die Jugendlichen sowie deren Eltern in Sachen  gesunder und ausgewogener Ernährung beraten.

Beide Kooperationspartner wollen in Zukunft zum Wohle der Kinder und Jugendlichen eng zusammen arbeiten. Das Angebot des DRK kann durch die Arbeit der Hurricanes um wesentliche Punkte erweitert werden. Die Jugendlichen trainieren künftig nicht mehr nur mit Leidensgenossen zusammen. Vielmehr werden sie in den Footballeinheiten in ihrer Rolle als Linienspieler zum wichtigen Bestandteil einer Mannschaft. Zudem gilt American Football gerade im Kreise der Jugendlichen als Trendsportart, was die Identifikation mit dem Sport erheblich einfacher macht. Diese zusätzliche Motivation, Mitspieler einer angesagten Sportart zu sein, Teil einer sportlich erfolgreichen Mannschaft werden zu können und die eigenen körperlichen Voraussetzungen als Vorteil zu verstehen, soll den Einstieg in das American Football-Programm einfacher machen. Ziel der Kooperation soll es sein, mit den Jugendlichen günstigere Perspektiven zu erarbeiten.

In der Vergangenheit konnten Ärzte bereits bestätigen, welche positiven Entwicklungen übergewichtige Jugendliche durch American Football erreichen können. Nicht nur, dass sie durch die körperliche Betätigung zwangsläufig Fett in Muskelgewebe umwandeln, sie lernen ihren Körper besser kennen und durch ihre wichtige Position in den verschiedenen Mannschaften steigt auch ihr Selbstbewusstsein. Sie lernen die alltäglichen Aufgaben des Lebens mit einer wesentlich positiveren Einstellung zu bewältigen. Neben der sportlichen Betreuung durch die Hurricanes wird das DRK die Jugendlichen auch weiterhin in Ernährungsfragen betreuen und beraten.

Am Samstag bieten die Hurricanes aber nicht nur diesen Jugendlichen den einfachen Einstieg in die Sportart American Football an. Alle Interessierten zwischen 10 und 16 Jahren, auch diejenigen, die nicht zur Zielgruppe der großen und schweren Jungs gehören, sind eingeladen mitzumachen. Bereits um 14 Uhr können sich die Jugendlichen auch gerne zusammen mit ihren Eltern ein Bild von der Jugendarbeit bei den Hurricanes machen und das Freundschaftsspiel des amtierenden Deutschen Meisters, der A-Jugend der Saarland Hurricanes, gegen das „Wolfpack“ aus Mönchengladbach auf dem Kunstrasenplatz am Matzenberg verfolgen. Der Eintritt zu diesem Spiel ist ausnahmsweise frei. Dort können sie hautnah verfolgen, wie selbstverständlich die Spieler der Mannschaft miteinander umgehen, obwohl sie ganz unterschiedliche körperliche Voraussetzungen haben.

Ab 16:30 Uhr beginnt dann das Probetraining für die Altersgruppe 10 bis 16 Jahre. Mitbringen müssen die Jugendlichen vorerst  nur der Temperatur angemessene Sportsachen und Sportschuhe. Für das Training sind Nockenschuhe ideal Tunschuhe auch möglich. Verboten sind aber Schraubstollen aus dem Fußball. .

Also kommt vorbei, verschafft Euch einen Eindruck von der Faszination American Football, macht mit und habt vor allem Spaß!

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