Die 850 Zuschauer im Saarbrücker Ludwigsparkstadion sahen eine zwei Teams auf Augenhöhe, bei der eine geglückte Two Point Conversion 2 Minuten vor Schluss den Ausschlag zu Gunsten der Gäste gab. Die Hurricanes hatten 4 Firt Downs mehr, dafür die Gäste 14 Yards mehr Raumgewinn in der Totalen.

Schon das Ergebnis sagte am Ende der Partie aus, dass zwei starke Defensivreihen aufeinander getroffen waren. Auch in dieser Partie konnte die Verteidigung der Saarländer 3 Ballverluste des Gegners forcieren, aus Sicht der Gastgeber spiegelte sich dieser Vorteil am Ende leider nicht im Ergebnis wieder.

Marburg setzte ihren starting Quarterback Micah Brown erst im Verlauf des 3. Viertels ein. Aber auch danach lief für die Hessen in der Offense nicht viel zusammen.

Gleich im ersten Drive kam der Angriff der Hausherren bis an die 31 Yard-Line der Marburger, brachte sich dann aber durch eine Passbehinderung in der Offense um die Früchte seiner Arbeit. Das resultierende 1st und 25 konnte nicht mehr in ein weiteres First Down konvertiert werden. Auf der anderen Seite konnte der überraschend eingesetzte Back Up Quarterback der Hessen, Sonny Weishaupt, keine Akzente setzen. In den ersten beiden Angriffsserien erspielte er kein First Down. Die Hurricanes hingegen konnten noch im ersten Quarter ihren ersten Touchdown markieren. Quarterback Dan Dobson bediente Marcus Richardson mit einem 24 Yard-Pass in der Endzone. Der Zusatzkick wurde jedoch geblockt. Beim Stande von 6:0 wurden die Seiten gewechselt. Zwar gelangen der Offense der Gäste jetzt auch die ersten First Downs, aber die Angriffsserie fand ein jähes Ende, als Weishaupt den Ball an der 11 Yard Line der Saarländer fumbelte.

Im nächsten Anlauf aber führte Weishaupt sein Team das erste Mal in die gegnerische Endzone. Mit einem 52-Yards Pass auf Hendrik Hinrichs glichen die Gäste aus. In Führung gingen sie allerdings nicht, denn auch der Zusatzkick der Hessen wurde geblockt.

Bei den übrigen Anläufen in der ersten Halbzeit noch weitere Punkte zu erzielen, mussten die Saarländer sich noch zwei mal per Punt vom Angriffsrecht trennen und während Marcus Richardson einen tiefen Pass von Weishaupt abfangen konnte und damit die Bemühungen der Hessen beendete..

Auch in der zweiten Halbzeit starteten die Marburger mit Weishaupt, obwohl Brown umgezogen an der Sideline stand. Doch die Mercenaries mussten nach einem First Down direkt wieder punten. Die Hurricanes hingegen kamen hoch konzentriert aus der Halbzeit und markierten die erneute Führung mit einem Touchdownlauf von Dan Dobson über 15 Yards. Der Zusatzpunkt war erfolgreich.

Bei den Söldnern spielte zwar nach wie vor Weishaupt auf der Quarterbackposition, aber Luke Mc Cann, der per Pass bisher gar nicht ins Spiel integriert werden konnte, lief im 3. Quarter als Running Back auf. Die Mercenaries erzielten auch erheblichen Raumgewinn bis auch McCann das Ei durch einen Fumble an die Verteidigung abgeben musste. Von der eigenen 15 schafften es die Mannen von Al Molde aber nicht noch einmal in die Nähe von Punkten zu kommen.

Marcel Duft schickte auf Marburger Seite ab Mitte des 3. Quarters den eigentlichen Starter Micah Brown ins Rennen. Dennoch mussten auch die Gäste sich in der Folge noch 2 Mal per Punt vom Angriffsrecht trennen. 2 Minuten vor Schluss aber gelang den Hessen der Befreiungsschlag. Gerade erst wieder aufs Feld gekommen, bediente Brown seinen Receiver Philip Prohaska mit einem kurzen Pass, den dieser für insgesamt 58 Yards bis in die Endzone zum Anschlusstouchdown tragen konnte.

Den Erfolg der Vorwoche im Sinn wollten die Gäste dann auch nicht auf Unentschieden spielen und entschieden sich wie in der Vorwoche die Two-point-conversion zum Sieg zu versuchen. Letztlich war es der offensichtlich gesundheitlich angeschlagene Quarterback Brown, der die nötigen 2 Punkte zum Sieg selbst erlief. Die Hurricanes konnten nicht mehr kontern. Zwar erlief Buford noch einmal ein First Down, aber an der Mittellinie war dann Schluss mit den Bemühungen noch in Fieldgoalrange zu kommen. Nach einem Turnover on downs kniete Brown zum Sieg ab.

Man merkte den Gästen an, dass sie auf ihren Spielmacher eigentlich nicht verzichten können. Warum er nicht von Beginn an spielen konnte, war unklar – in seinen Bewegungen schien er aber nicht eingeschränkt zu sein. Auf Seiten der Saarländer muss man attestieren, dass sie ihr Passspiel immer besser in den Griff bekommen. Es gab noch zu viele Drops, aber  wenn sie sich weiter in diesem Maße von Spiel zu Spiel steigern, kann auch der Angriff sehr gefährlich werden. Die Verteidigung mit einer Bilanz von bereits 11 Turnovers scheint auch in dieser Saison wieder sehr stark zu sein.

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