„Wir können mit der gesamten Teamleistung heute zufrieden sein. Wir konnten unseren Gameplan auf beiden Seiten des Balls umsetzen“, sagte Felix Motzki, Sportlicher Leiter der Saarland Hurricanes. „Man muss dazu aber auch sagen, dass München deutlich schwächer war als erwartet.“ Am vergangenen Samstag gewannen die Hurricanes im Heimspiel in der GFL Süd gegen die Munich Cowboys mit 40:6 (16:0/ 14:0/ 7:6/ 3:6). Vor 1025 Zuschauern im Ellenfeldstadion in Neunkirchen kam es zu einem Aufeinandertreffen zweier ungleicher Gegner: Den Gastgebern, die in voller Mannschaftsstärke angetreten waren, standen lediglich 30 Münchner gegenüber. Und auch die Kader-Qualität des Erstligisten aus Bayern ließ zu wünschen übrig: Die Hälfte der anwesenden bayerischen Spieler war aus der 2. Mannschaft der Cowboys für die Partie im Saarland rekrutiert worden.
Bereits am Anfang des ersten Quarters machte sich die Unterlegenheit der Münchner bemerkbar: Nach drei Versuchen der Cowboys ohne Raumgewinn im ersten Drive des Spiels, blockte Hurricanes-Cornerback Lenny Greene den folgenden Punt. Die restlichen fünf Yards erlief sein Teamkollege Running Back Corey Brown zum Touchdown für die Saarländer. Nach dem erfolgreichen Extrapunkt durch Philipp Gabel stand es 7:0 für die Hurricanes. Auch der folgende Ballbesitz der Münchner endete mit einem Punt, den Wesley Miller, US-Import der Hurricanes, über 80 Yards in die Endzone der Gäste retournierte. Wegen eines illegalen tiefen Blocks wurde der Touchdown jedoch wieder aberkannt. Dieser Regelverstoß markierte den Auftakt einer wahren Flut von gelben Flaggen gegen die Gastgeber, die viele gelungene Aktionen der Hurricanes im Verlauf des Spiels immer wieder zunichtemachte. „Wir haben heute sehr viele Strafen kassiert, in den Special-Teams, aber vor allem auch in der Offense. Damit können wir nicht zufrieden sein und müssen auch weiter daran arbeiten“, sagte Motzki. Trotz der vielen Strafen gegen die Saarländer, bestimmten die Hurricanes das Geschehen in den ersten beiden Vierteln nach Belieben. Nach einem Safety durch die Hurricanes-Defense und einem Touchdown durch Wide Receiver Bryan Billy Ende des ersten Quarters, erzielte Quarterback Alexander Haupert im zweiten Quarter einen Touchdown zu Fuß und weitere sechs Punkte durch die Luft mit einem sehenswerten Pass auf Brown. Nach den erfolgreichen Extrapunkten ging es mit einem Punktestand von 30:0 in die Pause.
Auch nach Wiederanpfiff waren die Gastgeber das bessere Team: Nachdem der saarländischen Offensive zu Beginn des dritten Quarters drei Touchdowns aberkannt wurden, fing Wide Receiver Pascal Müller im vierten Anlauf einen Pass von Haupert in der Endzone der Münchner. Ohne Strafe und mit erfolgreichem Extrapunkt erhöhten die Hurricanes auf 37:0. Noch im dritten Spielabschnitt verkürzten die Cowboys durch einen Pass von Quarterback Jake Schaefer auf Wide Receiver Dominikus Hägel auf 37:6. Der folgende Versuch der Gäste, zwei weitere Punkte zu erzielen, scheiterte. Aufgrund einiger Blitze am Himmel über dem Stadion, wurde das Spiel am Ende des dritten Quarters kurz unterbrochen. Im letzten Spielviertel passierte dann nicht mehr viel: Nach einem Fieldgoal durch Gabel erhöhten die Hurricanes auf 40:6. Den Schlusspunkt einer einseitigen Begegnung setzte wiederum Gäste-Quarterback Schaefer mit einem Touchdown-Pass auf Julian Zettl zum Endstand von 40:12 – der Versuch einer Two-Point-Conversion misslang wieder. „Das Ergebnis darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es heute mit einem schwachen Gegner zu tun hatten. Nichtsdestotrotz hat sich die Vorbereitung ausgezahlt“, resümierte Motzki. Die Hurricanes stehen nach dem Sieg am Wochenende mit drei Siegen und zwei Niederlagen auf dem 5. Tabellenplatz der GFL Süd und kämpfen weiterhin um das Erreichen der Play-Offs. Am kommenden Samstag geht es gegen den deutschen Vizemeister aus Schwäbisch Hall. Kick-Off im neuen Heimstadion Ellenfeld wird wieder 18 Uhr sein.

(Autor: Hendrik Voss, zu lesen auch auf www.football-aktuell.de und in der neuen Printausgabe der Huddle; Foto: Dirk Haupert)

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