Am Sonntag mussten die Saarland Hurricanes mit 14:24 ihre erste Saisonniederlage beim amtierenden Meister in Ravensburg einstecken. Am Ende standen für die Canes zwar mehr Yards in der Statistik, wer aber 8 mal die gegnerische Red Zone erreicht und nur 2 mal punktet, muss sich am Ende nicht wundern, wenn er verliert.

Auch die Analyse per Video in den Tagen nach der Niederlage bringt die Erkenntnis, dass diese Niederlage vollkommen unnötig war und vor allem selbstverschuldet war. Wie schon gegen Straubing leisteten sich die Mannen von Headcoach Sturdivant zu viele individuelle Fehler in Form von Ballverlusten die zu Turn-Overs führten. Alleine 4 verschiedene Ballträger ließen am Sonntag das Ei fallen. Die Fumbles wurden jeweils durch den Gegner gesichert, die damit das Angriffsrecht erobern konnten. Eigentlich marschierte die Offense der Canes gewohnt unwiderstehlich über den Platz. Es sah so aus, dass die Verteidigung des Meisters kein Mittel gegen den starken Laufangriff würde finden können.

Im Nachhinein ist schwer zu beurteilen, ob die Ravensburger tatsächlich ihre Verteidigungsstrategie darauf ausgerichtet hatten, immer wieder auf Balleroberung zu gehen anstelle den Raum zu verteidigen. Am Ende waren diese Situationen allerdings ausschlaggebend. Die Hurricanes brachten ihre Drives einfach zu selten zu Abschluss. Mit nur 14 Punkten auf der Habenseite ist ein Spiel nur sehr schwer zu gewinnen, vor allem, wenn man gegen den zweitbesten Angriff der Liga spielt.

So hatte die Verteidigung der Canes eigentlich ihren Teil für einen möglichen Erfolg beigetragen. Immer wieder konnten sie die gegnerische Offense stoppen. Doch am Ende waren es unterdurchschnittliche 24 Punkte, die den Razorbacks für diesen Saisonsieg ausreichten.

Somit eroberten sich die Oberschwaben den 2. Tabellenplatz und sind ab sofort auch in der Tabelle die schärfsten Verfolger der Canes. Die müssen jetzt daran arbeiten, die unnötigen Ballverluste zu unterbinden und sich eine bessere Erfolgsquote in der gegnerischen Red-Zone erarbeiten. Im Rückspiel gegen die Razorbacks am 27.7. können die Saarländer dann wieder alles gerade rücken – bis dahin sollten sie sich aber in den beiden kommenden Auswärtsspielen gegen Darmstadt und Wiesbaden keine weiteren Schwächen leisten!