Die Saarland Hurricanes zeigten in Schwäbisch Hall beim amtierenden Südmeister eine starke Leistung, konnten sich aber zu selten für ihre Leistung belohnen. Alleine dreimal sprangen aus einem Ballbesitz in der gegnerischen Red-Zone keine Punkte heraus. Fehler, die der routinierte Serienmeister auf der anderen Seite konsequent ausnutzte, indem er selbst keine Chance auf Punkte liegen ließ.

Die Begegnung in Hall war dann am Ende eines der Spiele, bei der die Statistik eine andere Sprache spricht wie das Ergebnis. Beide Teams hatten 21 First Downs zu verzeichnen. Sie konnten 54 bzw. 55 Yards mit dem Lauf erzielen und 213 bzw. 250 Yards erwerfen. Dennoch sprang am Ende ein deutlicher Sieg für die Hausherren heraus.

Im ersten Viertel hatten beide Teams mit den Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Es regnete in Strömen. Der Angriff der Hausherren kam damit aber besser zurecht und konnte gleich dreimal den Weg in die Endzone finden, bis die Canes Mitte des 2. Quarter erstmals auf der Punktetafel erschienen. Es folgte die stärkste Phase der Saarländer.  Nach ihrem ersten Touchdown durch Todd Harrelson mit einem 18 Yards-Pass von Alexander Haupert konnten sie die Unicorns zu einem schnellen Punt zwingen. Sie klopften direkt wieder an die Endzone an, schafften es aber nicht, das Ei aus 2 Metern in die Endzone zu manövrieren.

Stattdessen starteten die Schwaben von der eigenen 8 Yard-Line einen knackigen Drive, der nach nur 4 Spielzügen in der Endzone der Canes endete. Die konnten wiederum kontern und verkürzten nach ebenfalls nur  4 Spielzügen auf 27:14 – dem Halbzeitstand.

In der 2. Halbzeit konnten der Angriff der Mannschaft von Headcoach Tom Smythe dieses Tempo leider nicht mehr ganz aufgreifen. Erst im letzten Drive der Begegnung schafften sie es erneut bis in die Redzone ohne aber Punkte zu erzielen. Die Unicorns konnten bis dahin noch zweimal punkten und gewannen letztlich mit 37:14.

Die Canes konnten dennoch ein positives Resumee ziehen. Sie hatten den haushohen Favoriten mächtig geärgert und ein ums andere Mal vor Probleme gestellt. Sie hatten gezeigt, dass sie den Ball auch gegen eine der stärksten Abwehrreihen gut bewegen konnten. Ihnen wurden aber auch Schwächen aufgezeigt, an denen es in den kommenden Tagen zu arbeiten gilt. Mit etwas mehr Kontinuität und größerer Durchschlagskraft kurz vor der gegnerischen Endzone wäre eine Überraschung schon in Schwäbisch Hall möglich gewesen.

Am kommenden Samstag werden die Stuttgart Scorpions erwartet. Zum ersten Mal wird ein Spiel im Ellenfeldstadion in Neunkirchen ausgetragen. Alle Beteiligten freuen sich schon auf die Nähe zum Publikum, denn die Tribüne steht unmittelbar am Spielfeldrand. Die Spieler werden sich von der Stimmung auf den Rängen und von den lautstarken PubliCanes sicher mitreißen lassen und hoffentlich für einige Gänsehautmomente sorgen!

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