Am kommenden Sonntag um 16 Uhr treten die Saarland Hurricanes beim Tabellenletzten Gießen Golden Dragons auf dem Sportplatz der TSG Wieseck zum ersten Auswärtsspiel der laufenden Saison an. Gleichzeitig ist das schon ein Rückspiel, denn vor 3 Wochen gewannen die Canes das Hinspiel im Ellenfeldstadion deutlich mit 72:7. Gießen bietet unter https://livestream.com/GFLTV/GFL2-2019-GGDvsSH einen Livestream für die Daheim-Gebliebenen an.

Die Favoritenrolle scheint aufgrund des Hinspiels also klar vergeben zu sein. Allerdings ist noch sehr gut in Erinnerung, was letztes Jahr beim Auswärtsspiel bei den Hessen passierte. Damals reiste das Team von Joe Sturdivant auch als klarer Favorit an die Lahn und kam mit einem ernüchternden 6:6 zurück. Schon gleich zu Beginn der Vorbereitung auf diese Begegnung legte Sturdivant wert darauf, dass sich ein solcher Ausrutscher diese Saison nicht wiederholen darf.

Für Gießen ist es in diesem Jahr bisher noch überhaupt nicht rund gelaufen. Mit 5 Niederlagen in 5 Spielen tragen sie derzeit die rote Laterne der GFL2 Süd. Darunter sind schon jeweils eine Niederlage gegen die beiden vermeintlichen hessischen Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg verbucht. Eine Woche nach der bösen Klatsche im Saarland gab es für die Dragons jedoch einen Hoffnungsschimmer beim denkbar knappen 20:23 zu Hause gegen die Darmstadt Diamonds. Allerdings folgte darauf am vergangenen Samstag wieder eine deutliche Niederlage gegen Wiesbaden. Beide Konkurrenten fuhren dabei jeweils ihre bisher einzigen Siege ein.

Für die Dragons kommt es am 16.6. direkt eine Woche nach unserem Gastspiel in Gießen zum wohl vorentscheidenden Rückspiel gegen die Darmstadt Diamonds. Dort haben sie die Chance mit einem Sieg von mehr als 3 Punkten den direkten Vergleich zu gewinnen und können sich somit noch eine realistische Chance auf den Klassenverbleib erarbeiten.

Das alles kann die Canes aber nicht interessieren. Für das Team von Joe Sturdivant geht es darum ähnlich konzentriert zu Werke zu gehen, wie sie das in der bisherigen Saison gezeigt haben. Die individuellen Fehler aus den Anfangsminuten gegen Straubing sollten nicht wiederholt werden. Als Team auftreten und als Team gewinnen, muss die Devise lauten.

Die Abwehr muss den gegnerischen Quarterback unter Kontrolle behalten, der seine Schnelligkeit bisher kaum ausspielen konnte. Die Offense muss ihren Gameplan umsetzen. Schließlich stellen die Canes statistisch derzeit die besten Werte der Liga. Mit 533 Yards pro Spiel erzielen sie derzeit die meisten Yards und mit nur 224 lassen sie auch noch die wenigsten Yards zu. Die Zahlen der Dragons sprechen auch in diesem Punkt eine deutliche Sprache – sie lassen im Schnitt 399 Yards zu (nur Titelverteidiger Ravensburg ist tatsächlich schlechter) und mit bisher nur 200 erspielten Yards zieren sie auch in dieser Statistik das Tabellenende.