Mit einem 16:14 Erfolg in einem dramatischen Saisonfinale bei den Allgäu Comets erobern sich die Canes den 3. Platz in der Abschlusstabelle der GFL Süd zurück. Wesley Miller avancierte zum Man of the match.

Wesley Miller ist wieder da. Er meldete sich eindrucksvoll in Kempten zurück. Vor dem Auswärtsspiel in München erreichte ihn die Nachricht von dem Schlaganfall seines Vaters. Umgehend flog er in die Heimat, um ihm beizustehen. Nach 3 Wochen intensivster Betreuung ging es Herrn Miller aber wieder so gut, dass für Wesley eine Rückkehr ins Saarland in Frage kam. Seit Mittwoch trainiert er nun wieder mit der Mannschaft. Er und das Team hatten sich für die letzte Begegnung der regulären Saison viel vorgenommen. Vor allem wollten sie mit einem Sieg die unerwartete Niederlage in München wieder wett machen.

Der Gameplan, den sich die Trainer sowohl für die  Offense als auch für die Defense ausgedacht hatten, schien gut zu passen. Gerade die Verteidigung machte mächtig Druck auf den Quarterback der Gastgeber. Zwar konnten diese scheinbar mühelos bis in die Redzone der Canes vordringen, dort war dann aber meistens Schluss mit Lustig. Sobald Cedric Townsend seine Offense Richtung 20-Yard-Line der Saarländer geführt hatte, schien er mit seinen Team immer wieder den Rückwärtsgang einzulegen. Die ersten Punkte vielen aber nach einem Pass von Townsend – allerdings gingen sie auf die Seite der Canes. Wesley Miller fing einen Ball des Allgäuer Spielmachers tief in der eigenen Hälfte ab und retournierte das Ei bis in die Endzone der Hausherren zur 7:0 Führung. Auch die nächste Angriffssequenz konnte Miller mit einer Interception stoppen. Dieses Mal gelang Philip Gabel am Ende des Drives ein Fieldgoal zur zwischenzeitlichen 10:0 Führung Mitte des zweiten Viertels. Kurz vor der Halbzeit konnten die Allgäuer auf 7:10 verkürzen.

Doch die Offense der Canes legte im 3. Quarter nach. Alexander Haupert konnte Leon Helm kurz vor der Endzone in Szene setzen. Die Canes zogen auf 16:7 davon. Allerdings gelang der PAT ausnahmsweise nicht. Ausgerechnet der letzten PAT der regulären Saison ging daneben. Philip Gabel wäre so beinahe zum tragischen Helden geworden. In der gesamten Saison hatte er bis dahin jeden PAT verwandelt, zu dem er angetreten war. Doch diese außergewöhnliche 100% Quote war nach diesem letzten PAT Geschichte. Der 51-zigste Kick ging tatsächlich daneben und ließ die Canes zum Spielende hin noch einmal ins Schwitzen geraten. Denn die Hausherren konnte noch einmal auf 14:16 verkürzen. Ein erneuter Ballbesitz kurz vor dem Ende der Partie brachte sie in Fieldgoalreichweite. Mit einem erfolgreichen Kick hätten die Comets das Spiel noch drehen können. Aus Sicht der Saarländer hätte dann dieser eine verkickte PAT dazu geführt, dass man mit einer Niederlage hätte nach Hause fahren müssen gleichbedeutend mit dem Aus beim Kampf um die Play-Offs. Ein Unentschieden hätte ja bekanntlich für den 4. Platz ausgereicht. Zum Glück kam es ja anders und dieser eine PAT wird sicher schnell vergessen sein. Die Comets verschossen das Fieldgoal und Alexander Haupert konnte am Ende der Begegnung glücklich aufs Knie gehen und den Sieg eintüten.

Mit dem 3. Tabellenplatz beenden die Saarland Hurricanes damit ihre bisher beste Saison. Noch nie waren sie in der Abschlusstabelle so gut platziert. Im Vohrjahr hatten die 16:12 Punkte nur für Platz 4 gereicht. Mit dem Sieg konnten sie sogar den letztjährigen Vizemeister hinter sich lassen. Am 18.9. geht es wieder nach Dresden. Schon die Jugendmannschaft hatte im Juli ihr Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft denkbar kanp in Dresden verloren. In zwei Wochen wollen es die Jungs von Headcoach Tom Smythe besser machen. Bis dahin sollte auch der eine oder andere angeschlagene Spieler wieder fit werden, so dass die Trainer aus dem Vollen schöpfen können.

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