Am Samstag empfangen die Saarland Hurricanes die Straubing Spiders zum Spitzenspiel im Ellenfeldstadion in Neunkirchen. Das um 17 Uhr beginnende Spiel ist ein Spitzenspiel der Liga. Der Sieger der Partie hat nach wie vor alle Chancen auf die Meisterschaft. Max Nacewicz wird erstmals für die Canes auflaufen.

Vor der Saison war nicht unbedingt zu erwarten, dass sich am Samstag der Tabellendritte mit dem Tabellenvierten messen wird. Aber Aufsteiger Straubing hat sich bisher als starkes Zweitligateam präsentiert. Den ungeschlagenen Tabellenführer aus Ravensburg hatten sie zum Saisonauftakt mit 21:24 am Rande einer Niederlage. Auch das 2. Spiel zu Hause gegen Wiesbaden ging aus Sicht der Spiders nur knapp verloren. Seit dem konnten sie jedes Spiel gewinnen. Auch das Heimspiel gegen die Hurricanes ging überraschend mit 45:42 an die Niederbayern.

Für die Saarländer ist die Devise klar. Die Mannschaft will sich für die Niederlage revanchieren und wird alles daran setzen am Samstag den 4. Heimsieg in Folge einzufahren. Der Gegner wurde nich nur analysiert. Headcoach Sturdivant hat auf die Ausfälle von Jarrett Lecas und Lamar Hall reagiert und einen neuen Spieler rekrutiert. Max Nacewicz soll den gegnerischen Angriff schon an der Line of Scrimage im Keim ersticken. Insofern wird sich die taktische Ausrichtung der saarländischen Verteidigung ein wenig ändern, denn der ausfallende Lecas war als Safety eher für die Passverteidigung im Backfield zuständig. Nicht zuletzt die Vorstellung des Straubingers Spielmachers, Mark Wright, führte zu diesem Umdenken. Der Quarterback konnte sich im Hinspiel mit seiner Agilität zu viel Zeit erkaufen und dann immer wieder einen freien Receiver finden oder selbst die nötigen Yards erlaufen. Unglaubliche 8 mal konnte er einen 4. Versuch in ein 1st Down umwandeln, was letztlich zu der knappen Niederlage führte.

Max Nacewicz soll nun die Kreise von Wright zusammen mit seinen neuen Teamkollegen merklich eingrenzen. Ziel muss es sein, den gegnerischen Angriff gleich mehrmals zu stoppen. Die eigene Offense hingegen soll ähnlich produktiv performen wie im Hinspiel. Fast jeder Drive endete mit einem Touchdown. Lediglich die beiden jeweils letzten Angriffssequenzen der Halbzeiten führten nicht zum gewünschten Erfolg, obwohl sich Möglichkeiten für weitere Touchdowns seinerzeit boten. Mit einem Sieg im Heimspiel wäre das Kräfteverhältnis aus Sicht der Canes wieder zurecht gerückt.

Die Mannschaft hat aber immer noch alles selbst in der Hand und ist nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Wegen der 4 Minuspunkte, die sich das Team bereits eingehandelt hat, bekommt allerdings jedes kommede Spiel einen Play-Offs-Charakter. Denn sollten die direkten Konkurrenten keine Punkte mehr liegen lassen, müssen die Canes ab sofort jedes Spiel bis zum Saisonende gewinnen. Ein Aufgabe, mit der alle Spitzenteams umgehen müssen. Insofern liegt es jetzt an der Mannschaft von Headcoach Sturdivant, das Atribut Spitzenteam am Wochenende auch unter Beweis zu stellen.

Die Spieler jedenfalls sind heiß auf den kommenden Gegner. Die Trainingsbeteiligung von 45 Mann ist nur ein Beleg dafür. Helfen sollen am Samstag auch wieder die PubliCanes. Je mehr Fans sich für dieses wichtige Spiel auf den Weg ins Ellenfeldstadion machen, umso mehr können die Spieler auch über sich hinauswachsen.

Das Rahmenprogramm hält auch noch ein paar Neuerungen parat. Für die „Shareholder“, die bei der Aktion für Max Nacewicz mitgemacht haben, wird es in der Halbzeitpause ein kleine Überraschung geben. Außerdem werden im Stadion zum ersten Mal Hamburger verkauft. Die Cheerleader haben sich zusammen mit dem CanesSupporterClub auch etwas Neues ausgedacht. Lasst Euch überraschen!

Alle, die das Spiel besuchen möchten, sind auch herzlich zum Tailgating eingladen. Ab 14 Uhr treffen sich die eingefleischten Fans vor den Toren des Stadions, um fachzusimpeln und sich gemeinsam auf das Spiel einzustimmen. Dabei besagt die ungeschriebene Regel des Tailgatings, dass jeder etwas zur Verpflegung beisteuern sollte. Ab 15:30 sind die Kassen für den Tagesverkauf dann geöffnet und die Fans können ab dann schon ihre Plätze einnehmen.