Mit einem 43:29 Pflichtsieg kehren die Footballer in der Nacht zum Montag aus Albershausen zurück. Der Punktgewinn der Gießener Golden Dragons bei den Ravensburg Razorbacks sorgt für zusätzlch gute Stimmung unter den Spielern und Anhängern.

Photo by Woithe Pictures; Alexander Haupert bei einem seiner erfolgreichen Läufe (2TDs)

Am Samstag im Abendspiel der Razorbacks ist es passiert. Ausgerechnet die Gießen Golden Dragons sorgen für den ersehnten Ausrutscher des bis dahin souveränen Tabellenführers aus Ravensburg. Ausgerechnet die Hessen, bei denen ja auch die Canes diesen unglücklichen einen Punkt liegen ließen, der die Meisterschaft zwischenzeitlich in weite Ferne rücken ließ. Nun ist wieder alles offen. Gewinnen die Canes die restlichen Spiele, darunter beide direkten Vergleiche mit den Razorbacks, dann haben sie mindestens gleichgezogen, würden die Meisterschaft erringen und sich somit für die Aufstiegsrelegation qualifizieren.

Doch bevor es soweit ist, müssen die Spieler von Joe Sturdivant überhaupt erst einmal beweisen, dass sie die Rückrunde auch wirklich verlustpunktfrei gestalten können. Personell hat sich die Lage zwar ein wenig entspannt, so konnten neben Alexander Haupert z.B. auch Darius Marmol und Stephan Mertsching nach längerer Verletzungspause wieder auflaufen. Aber längst nicht alle Verletzten sind wieder mit an Bord. Vor allem die amerikanischen Spieler brachten Coach Sturdivant vor dem Spiel einige Sorgenfalten aufs Gesicht. Zuerst war es Kody Smith, der sich neben einer Sommergrippe auch noch muskuläre Probleme im Rücken zuzog. Zu allem Überfluss steckte er den gerade wiedergenesenen Spielmacher Brock Dale mit seiner Grippe an, so dass zumindest am Freitag noch kein Gedanke an einen Einsatz verschwendet werden konnte. Beide konnten letztlich aber auflaufen, wenn auch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Außerdem fehlen nach wie vor 3 wichtige Runningbacks. D’Marcus Rankin ist nicht mehr in Deutschland stationiert, insofern war sein Ausfall einkalkuliert. Aber Corey Brown sollte längst wieder zurück sein. Er musste sich kurzfristig einer Operation wegen diverser Nierensteine unterziehen. Wann er zurückkommt ist leider noch offen. Auch Lamar Hall hatte eingentlich angepeilt in der Rückrunde wieder aufzulaufen. Seine Knieverletzung ist aber noch nicht ausgeheilt. So mussten es die verbliebenen Runningbacks in Albershausen richten. Und das taten sie! Benjamin Thompson alias Jason Thomas und Kai Hunter waren die Hauptballträger in einem sehr effektiven Laufangriff. Auch Alexander Haupert, der gleich zweimal die Endzone fand, zeigte sich von seiner besten Seite. Er schien keine Gedanken an die gerade erst überwundene Kreuzbandverletzung zu verschwenden.

Die Begegnung in Albershausen begann für die Offense der Canes allerdings nicht vielversprechend. Im ersten Drive gelang kein First Down. Der Snap des fälligen Punts ging über Haupert in die Endzone und führte zu den ersten Puntekn für die Gastgeber. 2:0 nach diesem Safety. Auch den ersten Drive beendeten die Hausherren mit einem Touchdown. Ähnlich wie im Hinspiel gerieten die Saarländer gleich mal in Rückstand. Doch sie konnten noch im ersten Quarter auf 9:7 verkürzen. Bis zur Pause drehten sie dann das Spiel zur einer 28:15 Pausenführung. Dramatisch wurde es kurz vor der Halbzeit. Nach einer Interception durch Crusaders Spielmacher Dalton Demos, kamen die Canes noch einmal in eine gute Feldposition. Bei nur noch 8 Sekunden auf der Spieluhr standen sie schleißlich vor der Endzone der Crusaders. 1 allerhöchtens 2 Spielzüge schienen noch möglich. Haupert übernahm die Verantwortung und lief in die Endzone. Aber es blieben immer noch 4 Sekunden auf der Uhr. Genug Zeit also für einen Return der Heimmannschaft, den Nik Kelly dann tatsächlich auch bis in die Endzone brachte.

Gleich zu Beginn der 2. Halbzeit kam es dann zur folgenschweren Verletzung des amerikanischen Spielmachers der Schwaben.  Dalton Demos verletzte sich bei einem Laufversuch und fiel für den Rest der Begegnung aus. Diese Verletzung schien bei den Hausherren letzte Kräfte zu mobilisieren. Patrick Schmid und Mat Scheuring wechselten sich fortan auf der Spielmacherposition ab und taten dies gar nicht mal so shclecht. Immer wieder waren beide durch die Luft gefährlich. Lange Pässe führten sie in dieser Halbzeit noch zweimal vor die Endzone der Hurricanes, wo sie auch jeweils zu punkten wussten. Aber die Offense von Joe Sturdivant hatte immer eine Antwort parat. Auch wenn das 3. Viertel mit 14 : 7 verloren ging, am Ende konnten sie mit ihrem dominantne Laufspiel den Sack zu machen und diesen Pflichtsieg einfahren.

Jetzt stehen 2 Heimspiele auf dem Programm. Zuerst kommen am nächsten Samstag die  Verfolger Nürnberg Rams (11.8.)  und dann der Tabellenführer aus Ravensburg (25.8.) ins heimische Ellenfeld Stadion. Soll die Mission Wiederaufstieg tatsächlich erfolgreich gestaltet werden, müssen diese Spiele gewonnen werden. Mit der Unterstützung hoffentlich vieler Fans im Rücken kann der Aufstieg jetzt doch wieder aus eigener Kraft gelingen. Die Saarländer wollen ihre Chance nutzen. Vieles erinnert an die beiden letzten Aufstiege in das Oberhaus des Deutschen Footballs. Beide Male sahen andere Teams zwischenzeitlich wie der sichere Meister aus, bis die Canes auf der Zielgerade dann doch noch vorbeizogen. Gleiches kann auch dieses Jahr gelingen! Das Team glaubt fest an seine Chance.