Das Spitzenduell zwischen den Nürnberg Rams und den Saarland Hurricanes konnten die Gastgeber mit 28:15 (7:3/7:0/7:12/7:0) gewinnen. Saarland ließ zahlreiche Chancen ungenutzt. Die Offense geriet vor allem in der Red Zone (innerhalb der 20 Yard-Line) des Gegners immer wieder ins Stocken.

Kai Hunter sucht die Lücke um zu mehr Raumgewinn zu kommen Bild: Markus Witt

Das hatte sich Headcoach Joe Sturdivant ganz anders vorgestellt. Klar ist die personelle Situation derzeit angespannt. Vor allem in der Offense mussten zwei wichtige Positionen ersetzt werden. Mit Benedikt Lion lief ein Center auf, der seine aktive Laufbahn eigentlich im letzten Jahr beendet hatte. Aber nach der Verletzung von Patrick Cornelius (Bizepssehnenabriss), den Sperren für Sascha Beck und Moritz Helm und dem Ausfall von Joy Emil aus beruflichen Gründen war die Auswahl an Centern im Team erschöpft. Auch auf der Runningbackposition standen nur angeschlagene Spieler zur Verfügung. Trotzdem boten sich den Canes immer wieder Chancen das Spiel knapper zu gestalten bzw. zu drehen.

Im ersten Quarter kamen sie nach der 3:0 Führung noch zwei Mal gefährlich nahe an die Endzone der Rams, konnten aber keine weiteren Punkte mehr verbuchen. Ein zweites Fieldgoal misslang aufgrund eines Fehlers beim Snap. Kurz darauf fing Darius Marmol eine Interception und konnte sie bis an die 12 Yard-Line der Gastgeber tragen. Aber auch diese Chance wurde liegen gelassen.

Insgesamt standen sich 2 Teams in Augenhöhe gegenüber, von denen ein Team seine Chancen zu nutzen wusste und das andere zu viele Möglichkeiten verstreichen ließ. Mit nur 50 Yards Strafen kassierten die Canes in einem sehr fair geführten Spiel nur wenige Fouls und spielten sehr diszipliniert. Am Ende muss sich jeder Spieler an die eigene Nase fassen und sich fragen, ob er immer 100% abrufen konnte. Im dritten Spielabschnitt, als das Team nach einem 3:21 mit 2 Touchdowns auf 15:21 verkürzen konnte, hätte das Spiel noch einmal zu Gunsten der Saarländer kippen können. Das Momentum war auf jeden Fall auf der Seite der Gäste. Aber auch in dieser Phase wurden wichtige Catches nicht gemacht und so konnten die Rams diesen Sieg mit 13 Punkten Vorsprung einfahren.

Am kommenden Wochenende gastieren dann die Wiesbaden Phantoms (12.5., Kick Off: 17 Uhr) im Ellenfeldstadion, die am Samstag die Gießen Golden Dragons mit viel Glück, wie sie selbst schreiben, 20:15 bezwingen konnten. Vielleicht war diese Niederlage für die Canes der richtige und wichtige Schuss vor den Bug, um die nötige Konzentration nach den beiden einfachen Siegen zu Beginn wieder hoch zu fahren. Die Spieler hoffen auf erneut starke Unterstützung von den Rängen und werden mit aller Entschlossenheit spielen.

Die Rams treten ihren Weg ins Saarland erst im August an. Erst dann kann die Mannschaft diese Niederlage vom Wochenende wieder ausbügeln.