Saarland Hurricanes verlieren den Ursapharm-Gameday gegen die Allgäu Comets mit 9:15 (3:0/0:7/6:0/0:8). Die Relegation kann aber immer noch im letzten Spiel vermieden werden.

(Bild Shakral Photography)

Vor 812 Zuschauern kamen die Hausherren hochmotiviert aus den Kabinen. Die Verteidigung konnte die Comets gleich im ersten Drive stoppen. Auch der Angriff zeigte sich im Vergleich zu den letzten Begegnungen stark verbessert. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Lauf und Pass führte Spielmacher Richardson sein Team bis an die gegnerische 5-Yard-Line. Leon Helm, der bereits im ersten Drive einige gelungene Läufe beisteuern konnte, sorgte mit einer Unbeherrschtheit aber dafür, dass es anstelle eines 2. Versuches and goal aus nur 5 Yards ein 2 und 20 wurde. Diese Ausgangslage konnte das Team nicht mehr in einem Touchdown umwandeln.  Philip Gabel erzielte zumindest das Fieldgoal zur vielumjubelten 3:0 Führung. Seinen Fehler konnte Leon Helm leider nicht mehr wirklich wettmachen. Bei einem Punt zu Beginn des 2. Quarters verletzte er sich und konnte nicht mehr weiter spielen.

Die Verteidigung der Canes zeigte sich wie schon in den letzten Spielen gut aufgelegt. Immer wieder konnten die Spieler von DC Paul Motzki die Allgäuer stoppen. Bei einem Punt der Gäste kurz nach dem Seitenwechsel feierte das Publikum schon den vermeintlichen Returntouchdown durch Charles Clay, aber ein Block in the back durch Christoph Dillenburger verhinderte diese weiteren Punkte. Wie so oft in dieser Saison brachten die Spieler sich selbst mit unnötigen Fouls um den Lohn ihrer Arbeit. Mit weniger als 2 Minuten auf der Uhr, kamen die Gäste erstmals der Endzone der Canes gefährlich nahe. Im 3. Versuch gelang Brandon Kohn dann der Lauf zur 7:3 Führung in die Endzone. Die Hausherren wollten zurückschlagen. O-Liner Sascha Beck verletzte sich aber ebenfalls so schwer, dass er ins Krankenhaus musste. Auch deshalb mussten die Saarländer schnell punten und unverhofft, kamen die Comets noch einmal in die Situation punkten zu können. Die Verteidigung der Canes konnte das aber verhindern.

Der Auftakt der zweiten Halbzeit war erneut durch Strafen geprägt. Erst warf ein Holding die Mannen um Richardson so zurück, dass sie nach nur 3 Spielzügen schon wieder punten mussten. Aber ein Roughing the Punter sorgte für ein erneutes First Down. Diese zweite Chance nutzte Richardson mit einem 75-YardsTouchdown Pass auf Jan Pietsch. Der Extra Punkt missglückte Gabel , vor allem, weil er immer noch unter dem Eindruck des heftigen Impacts beim letzten Punt stand.

Die 9:7 Führung hielt bis 5 Minuten vor Schluss an. Doch dann gelang den Gästen ebenfalls ein Big Play. Ein sehr gut aufgelegter Matthias Schäffeler machte sich tief aus der eigenen Hälfte auf den Weg über das gesamte Feld zum 15:9 Endstand.

Die Canes hatten keine Antwort mehr parat. Für die Saarländer bietet sich am kommenden Wochenende aber eine letzte Chance um die Relegation doch noch zu vermeiden. Gerade noch rechtzeitig zum Saisonendspurt scheint die Offense einen Weg gefunden zu haben, kontinuierlich über den Platz zu marschieren. Auf diesen Aufwärtstrend müssen die Spieler von HC Felix Motzki aufbauen, wenn es zum letzten Spiel nach Stuttgart geht. Auch wenn die Hurricanes mit einem Sieg mit den Scorpions gleich ziehen könnten und damit auch den direkten Vergleich mit den Schwaben gewinnen würden, können die Stuttgarter schon vor dem Spiel ziemlich sicher für die nächste GFL Saison planen. Lediglich ein Sieg der Münchner im parallel stattfindenden Spiel in Frankfurt würde die Scorps bei einer eigenen Niederlage in die Abstiegsrunde bringen. Bei der Stärke der Universe ist dieser Fall wohl nur noch theoretisch. Für die Saarländer hingegen muss ein Sieg an der Waldau her, um die Saison nicht doch noch unnötig zu verlängern. Bei einem Sieg der Canes und der zu erwartenden Niederlage der Cowboys, wären diese übrigens die „weinenden“ Dritten und müssten zur Relegation gegen Ravensburg oder Kirchberg antreten.

2 Antworten zu “Canes kämfen gut, verlieren trotzdem mit 9:15 gegen Comets”

  1. Dirk Schluckebier sagt:

    Die Cowboys haben doch den direkten Vergleich gegen die Cannes gewonnen und somit in jedem Fall die Nase vorn – oder übersehe ich da was?

  2. Torsten Reif sagt:

    Hallo Dirk, bei einem Sieg in Stuttgart und der zu erwartenden Niederlage der Cowboys in Frankfurt sind 3 Teams punktgleich. Damit spielt der verlorene direkte Vergleich gegen München keine Rolle mehr. Es wird eine kleine Tabelle der drei punktgleichen Teams nur mit den Spielen gegeneinander errichtet und dabei haben die Cowboys mit nur einem Sieg (gegen uns) das schlechteste Verhältnis! Stuttgart hat zweimal gegen MC gewonnen und wir einmal. Hinzu kämen für uns dann noch zwei Siege gegen Stuttgart.

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