(ver/SZ) Saarbrücken/Völklingen. Ohne sie würden die Saarland Hurricanes alt aussehen. Astrid und Reinhold Schiel sorgen dafür, dass ihre „Buben“ Woche für Woche mit sauberen Trikots, sicheren Helmen und funktionstüchtiger Schutzausrüstung auf dem Platz stehen. Und dass während der Spiele immer genügend Zitronentee für die Sportler zur Verfügung steht. Als Betreuer ist das Ehepaar aus Luisenthal vom Spielfeldrand der Hurricanes nicht mehr wegzudenken.
Waschen, flicken, reparieren
Zum Football kam die Familie Schiel über einen Bekannten, der ihnen Karten für den damaligen Zweitligisten Saarland Hurricanes mitbrachte. Vor drei Jahren fragte dann Jugendtrainer Martin Mick die beiden, ob sie dem Team als Betreuer unter die Arme greifen wollten. Seitdem kümmern sich Astrid und Reinhold Schiel nicht nur um die Jugend, sondern auch um alle anderen Teams der Hurricanes.
Ein anstrengender Job: Astrid Schiel wäscht und flickt die Trikots der Spieler für jedes Spiel und jedes Training. Ihr Mann repariert die Ausrüstung der Bundesligisten. „Das ist viel Arbeit, vor allem wenn zwischen den Spielen nur eine Woche liegt“, erzählt die 43-Jährige. Sie ist froh, dass ihr dann auch ihre beiden Söhne Daniel und Patrick unter die Arme greifen.
Auch bei den Auswärtsspielen der Hurricanes ist die Familie mit von der Partie. „Wir sind immer schon zwei oder drei Stunden vor dem Spiel da. Damit alles aufgebaut ist, wenn die Spieler kommen“, berichtet Reinhold Schiel. Wie viel Zeit seine Familie für die Hurricanes investiert, darüber denken sie kaum nach. „Die Arbeit macht uns schließlich Spaß, vor allem wenn wir sehen, dass es den Buben gut geht“, erzählt Astrid Schiel.
Mit dem Auftritt ihrer Jungs am Samstagabend bei der 6:35-Niederlage gegen die Schwäbisch Hall Unicorns sind die beiden Betreuer allerdings nicht zufrieden. „Ich weiß nicht, woran es liegt. Vielleicht daran, dass es in diesem Jahr keinen Absteiger geben wird. Da fehlt der Druck“, mutmaßt der Kurierfahrer Reinhold.
Angebote von anderen Klubs
Wie gut sich die Familie Schiel um die Footballer der Saarland Hurricanes kümmert, hat sich inzwischen herumgesprochen. So hat der frühere Cheftrainer der Saarland Hurricanes, Walter Rohlfing, den beiden angeboten, zu seinem neuen Team nach Essen zu wechseln. Und auch aus Kaiserslautern kam schon ein Angebot.
Auch die Hurricanes wissen, was sie an der Familie aus Luisenthal haben. Ob sie in der nächsten Saison wieder als Betreuer am Spielfeldrand im Einsatz sein werden, das haben Astrid und Reinhold Schiel allerdings noch nicht entschieden. „Aber wir werden unsere Buben auf jeden Fall weiter unterstützen“, versprechen die beiden. Notfalls als Fans von der Tribüne aus. Auch wenn sie dann nicht mehr ganz so dicht am Geschehen dran wären.