Das GFL2 Team verpasst mit der 70:47 Niederlage bei den Ravensburg Razorbacks den Sprung an die Tabellenspitze und somit auch die Chance auf den direkten Wiederaufstieg in die GFL. Am Ende haben die Razorbacks verdient gewonnen, auch wenn der Sieg aus Sicht von Headcoach Joe Sturdivant zu hoch ausgefallen ist.

Nach dem dramatischen Hinspiel in Neunkirchen, dass die Canes noch für sich entscheiden konnten, war klar, dass auch das Rückspiel viel Spannung mit sich bringen würde. Am Ende waren die Razorbacks das gesamte Spiel über bestimmend und konnten sich immer weiter absetzen. Allerdings hatten auch die Canes ihre Chancen, der Begegnung noch eine positive Wendung zu geben. Bei einem Puntfake der Saarländer hatte Leon Helm schon eine 14:7 Führung vor Augen, lies das Ei aber fallen. Den einzigen Punt der Schwaben konnte das special Team eigentlich blocken, bekam aber eine Strafe für running into the Kicker. Den Schiedsrichter war entgangen, dass ein Canesspieler die Hand an den Ball bekommen hatte und diesen merklich abfälschte. Im Resultat blieb Ravensburg in Ballbesitz und erzielte einen weiteren Touchdown. Einen Screenpass der Hausherren hätte Bijan Jelvani abfangen und gegebenenfalls sogar zu einem Touchdown zurücktragen können. Diese Szenen fanden alle in der ersten Halbzeit statt, in der die Partie noch eng war.

Leider wurden diese Chancen liegengelassen und am Ende mussten die Trainer konstatieren, dass die eigene Verteidigung den gegnerischen Angriff einfach nicht gestoppt bekam. Insofern haben die Razorbacks die Partie am Ende verdient gewonnen. Sie machten weniger Fehler und funktionierten einfach. Auf Seiten der Canes wog dann der Ausfall von Kody Smith Ende des ersten Viertels zusätzlich schwer. Darius Marmol hatte sich ja bereits im Hinspiel verletzt. So musste erneut im Defensive Backfiel improvisiert werden und der explosivste Runner in der eignen Offense fiel noch zusätzlich aus.

Die Ausgangslage für das kommende Wochenende ist somit klar. Die Canes müssen in Wiesbaden gewinnen um sich zumindest noch die Vizemeisterschaft vor den überraschend starken Straubing Spiders zu sichern. Es gilt also sich den Frust über die verpasste Meisterschaft in den kommenden Traingseinheiten von der Seele zu laufen und diese Spielzeit in der hessischen Hauptstadt mit eine Sieg sowie dem Erringen der Vizemeisterschaft standesgemäß zu beenden.