Hurricane NEWS 2007
NOV
22
Thorsten Scherer übernimmt Traineramt
Als Konsequenz der verkorksten Abstiegssaison stehen die beiden Trainer Detlev Grün (HC) und Martin Mick (OC) der 1. Mannschaft nicht mehr in verantwortlicher Position zur Verfügung. Für die Vereinsführung der Canes ist damit das Experiment mit einem Trai
(TR/SH) Die Saarland Hurricanes sind mit vielen Hoffnungen in die Spielzeit 2007 gestartet. Mit dem Trainergespann Detlev Grün (Headcoach der Aktiven und Defense Coordinator der Jugend) und Martin Mick (Headcoach der Jugend und Offense Coordinator der Aktiven) an der Spitze sollte sichergestellt werden, dass die Jugend näher an die Aktivenmannschaft herangeführt wird. Für beide ein System, gemeinsame Trainingseinheiten, dieselben Ansprechpartner – nur einige Punkte, die theoretisch für die gewählte Konstellation sprachen.
Nach der Saison haben die Canes nun gemeinsam mit ihren Trainern Bilanz gezogen. Angesichts des Abstiegs der 1. Mannschaft und einer durchwachsenen Saison der Jugend konnte das Resümee nicht besonders positiv ausfallen. Die Konsequenzen die aus 2007 jetzt gezogen wurden, haben allerdings nur bedingt etwas mit der sportlichen Misere zu tun. Die Kompetenz beider Trainer wurde dabei auch nicht in Frage gestellt. In einer Spielersitzung erklärte Detlev Grün vor über 30 Aktiven, dass er persönlich die Konsequenz aus der mageren Saisonbilanz ziehen möchte und als Headcoach zurücktritt. Unter anderem war auch seine berufliche Belastung als Architekt nicht in Einklang mit dieser Position zu bringen. Bei allem Engagement musste er erkennen, dass der Tag einfach nur 24 Stunden hat und einiges nicht mit der Akribie umgesetzt werden konnte, wie es nötig gewesen wäre. Grün bleibt den Canes erhalten und wird sein Fachwissen gerade im Defensebereich einbringen, nur nicht mehr in dieser exponierten Funktion. Zur Zeit leitet er die Einsteigertrainingseinheiten, die wöchentlich mittwochs in der Turnhalle Bellevue abgehalten werden.
Martin Mick ist 2007 auch an sein Limit gegangen. Mit viel Enthusiasmus gestartet musste er erkennen, dass zwei Mannschaften von einem Trainer doch weit mehr abverlangen, als er im Vorfeld erwartet hatte. Er kümmert sich schon seit Wochen wieder voll und ganz um sein Lieblingskind, die Jugendmannschaft. Diese Entscheidung fiel Martin Mick auch relativ einfach, hat er doch bereits seinen Nachfolger präsentieren können. Thorsten Scherer wird die Leitung des Angriffs der Canes mit sofortiger Wirkung übernehmen. Er hat schon als Jugendlicher bei den Dillingen Steelhawks mit dem Football begonnen und war der erfolgreichste Receiver im Trikot der Saarland Hurricanes. Mittlerweile als Lehrer verbeamtet hängt er nach mehreren Verletzungen seine Footballschuhe an den Nagel und kümmert sich fortan um die Offense der Canes. Dass er trotz des Abstiegs aus der 1. Liga den Winter über mit einer intakten Mannschaft arbeiten kann, beweisen die ersten Trainingseinheiten, an denen teilweise über 30 Spieler teilgenommen haben.
Wer als Headcoach an seiner Seite die Geschicke der Saarländer in der Saison 2008 lenken wird, ist noch nicht endgültig entschieden. Die Verantwortlichen der Canes führen momentan diverse Gespräche und hoffen schon bald Ergebnisse präsentieren zu können. Währenddessen hat die Mannschaft unter Thorsten Scherer bereits begonnen zu trainieren. Wer Interesse hat bei den Canes einzusteigen, kann sich gerne zum Einsteigertraining mittwochabends in der Sporthalle der Grundschule Bellevue ab 20:00 Uhr einfinden oder unter www.saarland-hurricanes.com weitere Informationen nachschlagen
Seit 2 Wochen ist der Abstieg der Saarland Hurricanes in die 2. Bundesliga nun perfekt. Doch dieser Abschied aus dem Oberhaus des deutschen American Footballs soll nicht auf ewig sein. Mit vollem Engagement wollen die Footballer von der Saar in die erste Zweitligasaison seit 2000 starten und peilen mittelfristig den Wiederaufstieg an.
(TR/SH) Es waren zwei bittere Niederlagen gegen die Cowboys aus München in der diesjährigen Relegation zwischen 1. und 2. Liga. Zuerst die von großer Nervosität geprägten und letztlich mit 3 Platzverweisen behaftetet Hinspielniederlage vor heimischen Publikum und dann die eindeutige Klatsche im Rückspiel bei den Bayern. Schwer verdauliche Kost hat die Mannschaft der Canes ihren Anhängern nach 7 Jahren zum Abschied aus der GFL präsentiert. Diesen letzten Eindruck gilt es für die Canes in den kommenden Jahren vergessen zu machen.
Die Aufgabenstellung ist deutlich formuliert. Mit attraktivem Football wollen die Canes die Herzen der Zuschauer wieder gewinnen, wollen in der 2. Bundesliga wieder mehr Spiele gewinnen als verlieren und mittelfristig in die GFL zurückkehren. Die Aussichten diese ehrgeizigen Ziele auch erreichen zu können sehen für die Footballer von der Saar gar nicht so schlecht aus. Die Hurricanes verfügen zum ersten Mal seit dem Aufstieg in die GFL über einen großen, jungen Kader. Diese Mannschaft bleibt nach ersten Aussagen größtenteils zusammen und fängt bereits am 29.10 mit den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten an.
Die vergangenen 7 Jahre waren maßgeblich von einem Problem geprägt. Als das Team 2000 als Südmeister die Relegation gewann, war der Altersdurchschnitt der Mannschaft weit jenseits der 30 Jahre. Viele Altgediente wollten zum Ende ihrer Kariere noch ein letztes mal in der GFL spielen. Ein großer Aderlass war für die kommenden Jahre vorprogrammiert. Seit dieser Zeit haben die Hurricanes immer den Mangel an Spielern verwalten müssen. Deswegen blieb der Erfolg in der GFL fast zwangsläufig auf der Strecke. In den verschiedenen Spielzeiten konnte nicht einmal eine positive Punktebilanz erreicht werden. Der Kader war meistens von einer großen Fluktuation geprägt, weil auf den Einzelnen in der Regel sehr große Belastungen zukamen und eben der erhoffte Erfolg auch ausblieb. Dennoch haben es die Canes geschafft während der letzten Jahre innerhalb der GFL eine deutliche Verjüngung des Teams zu erreichen. Gerade die lange erfolgreiche Jugendarbeit von Martin Mick war ein Garant für den Verbleib in der GFL. Ausgerechnet die Saison 2007, das Jahr mit dem größten und jüngsten Kader in der Geschichte der Canes, brachte nun den Abstieg. Aber genau diese Konstellation macht Hoffnung für die kommenden Jahre. Viele junge Spieler werden 2008 den Kader bilden. Die Mannschaft hat in dieser Zusammensetzung noch einige Jahre vor sich. Wenn die Jugendabteilung weiterhin so fleißig Talente produziert, wie bisher und wie erhofft in der 2. Liga wieder mehr Siege gefeiert werden können, dann ist der Wiederaufstieg nur eine Frage der Zeit. Und dann wird eine Mannschaft mit Perspektiven ins Oberhaus zurückkehren.
Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor allen Beteiligten. Der ersten Schritte wurden bereits gemacht. Die Lizenz für 2008 ist beantragt. Die Heinspieltermine bereits mit der Stadt Saarbrücken abgesprochen. Die Vorbereitung startet bereits am 29.10. Alle haben sich schon für 2008 viel vorgenommen. Auch wenn noch einige Weichen gestellt werden müssen, stehen die Vorzeichen gut für eine erfolgreiche Saison 2008 im Jahr 1 nach der GFL!
SEP
11
Relegation am 23.09.
Die Bundesligasaison 2007 endete mit dem letzten Tabellenplatz. Am 23.09. müssen sich die Saarland Hurricanes in der Relegation gegen den Meister der 2. Bundesliga Süd, die Munich Cowboys, behaupten.
(TR/SH) „Kampflos wollen wir die Liga nicht aufgeben“ gibt Headcoach Detlev Grün die Marschroute der Saarland Hurricanes für die Relegation 2007 vor. Eine sehr unglückliche Saison ist Geschichte. Jetzt gilt es für die Canes wieder bei Null anzufangen. Die kommenden 8 Viertel werden die wichtigsten der Vereinsgeschichte seit dem Aufstieg im Jahre 2000.
Mit extra Trainingseinheiten bereiten sich die Spieler auf die beiden anstehenden Partien vor. Trotz der vielen Tiefschläge in der abgelaufenen Saison gehen die Canes mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein in die beiden Begegnungen. Der junge Kader weiß um die eigene Stärke. Wenn die individuellen Fehler, die oftmals der fehlenden Erfahrung geschuldet waren, vermieden werden, kann sich das Team durchaus auf dem Niveau der 1. Liga bewegen.
Dennoch sind die Ausgangspositionen der beiden Mannschaften denkbar unterschiedlich. In der vergangenen Saison traten die Cowboys aus München noch im letzten Ligaspiel im Ludwigspark als Erstligist an. Nach dem damaligen Sieg der Canes mussten die Bayern den Weg in die Relegation und später in die 2. Liga antreten. Diese entpuppte sich für den ehemaligen deutschen Meister als echter Jungbrunnen. Mit nur einem Punktverlust und meist deutlichen Siegen wurden die Bayern letztes Wochenende Meister ihrer Klasse und erkämpften sich somit das Recht in der Relegation anzutreten. Ein Jahr geprägt durch jede Menge Erfolgserlebnisse gepaart mit einer gehörigen Portion Euphorie liegt hinter den Herausforderern der Saarländer.
Allerdings muss man auch konstatieren, dass das Niveau und vor allem die Geschwindigkeit in der unteren Klasse lange nicht mit dem der 1. Liga zu vergleichen ist. Als Gastgeber im ersten Spiel kann die Mannschaft der Saarland Hurricanes genau auf diese Erfahrung zurückgreifen. Vor allem die Verteidigung der Mannschaft von Detlev Grün zeigte sich immer wieder gut eingestellt und war nur sehr schwer zu überwinden. Mit Quarterback Atwan Smith, der erst Mitte der Saison zu den Canes stieß, hat sich auch die Offensive kontinuierlich verbessert. Somit gehen die Canes als ein in dieser Spielzeit zwar hart geprüftes Team in die Runde, können den euphorisch anstürmenden Münchnern aber die schnelle Gangart der 1. Liga entgegensetzen.
„Es werden sicherlich 2 spannende Begegnungen. Beide Teams spielten in der vergangenen Saison unter ähnlichen Voraussetzungen. Beide mussten eine Verjüngungskur erheblichen Ausmaßes verkraften. Damals waren wir ein wenig besser als die Münchner. Jetzt haben wir die Spielzeit in unterschiedlichen Ligen gekämpft. Unsere Mannschaft ist durch das Stahlbad German Football League gegangen. Die Cowboys hatten das vergleichbar leichtere Program in der 2. Liga. Am 23. werden wir sehen, wen dieses Jahr weiter gebracht hat.“ meinte Pressesprecher Torsten Reif zu den unterschiedlichen Ausgangslagen der beiden Teams. „Wir hoffen zu diesem Spiel noch einmal alle unsere Anhänger mobilisieren zu können. Nach den teilweise bitteren Niederlagen in diesem Jahr kann es gegen München wenigstens noch mal ein Erfolgserlebnis geben. Das wäre dann doch noch ein versöhnlicher Saisonabschluss!“
Wegen der Fußballbegegnung des FC Saarbrücken gegen Trier findet das Heimspiel der Canes ausnahmsweise an einem Sonntag im Ludwigspark statt. Am 23.09. um 16:00 Uhr wird Kick-Off im Ludwigsparkstadion sein.
AUG
13
Niederlage in Weinheim
Das muss man eigentlich gesehen haben, um es glauben zu können. Weinheim gewinnt mit nur 4 First Downs gegen die Canes, die zwar produktiv mit der Offense waren, aber sich durch ihre Fehler immer wieder um den verdienten Lohn brachten.
(TR/SH) 15:00 Uhr Kick Off im Sepp Herberger Stadion in Weinheim. Es geht schon nicht besonders gut los. Keion Sneads hat Probleme das Ei aufzunehmen. Resultat ein 0 Yard Return und First Down auf der eigenen 2 Yard Line. Keine Ahnung, warum er das Ei dann nicht erst in der eigenen Endzone aufnahm! Die ersten beiden Laufspielzüge werden ohne Raumgewinn gestoppt. Logische Konsequenz ist der Pass im 3. Versuch. Ausgerechnet Danny Washington (#1 WL), der immer noch nicht richtig fit schien, fing den Ball ab und returnierte ihn über 18 Yards zum 7:0 (pat good) für Weinheim in die Endzone der Canes. Klasse Start! Und es ging so weiter. Auch im 2. Drive gelingt den Canes nichts. Der erste Pass hätte gleich wieder interceptet werden müssen. Was Okan Kilic (#29 WL) beim ersten Mal noch nicht gelang, schaffte Oliver Renk (#23 WL) dann beim 3. Versuch. Die erneute Interception brachte Weinheim an der Mittellinie in Ballbesitz. Genauso wie die Offense nahm sich die Defense der Canes auch gleich mal eine mentale Auszeit und sah zu, wie Danny Washington im 1. Versuch zum 14:0 (pat good) bis in die Endzone lief.
Solch einen Spielauftakt wünscht man seinem schärfsten Kontrahenten nicht! Doch wer jetzt die Mannschaft aufgab und vermutete, sie bricht ähnlich zusammen wie in der Hinrunde, konnte sich im Anschluss überraschen lassen. Für die meisten Canes begann die Begegnung eigentlich erst jetzt. So sah es zumindest aus. Die Offense-Line und die Receiver begannen effektiv zu blocken. Waldemar Weizel und Antwan Smith bekammen immer mehr Raum für ihre Läufe. Leider sollte sich das Passspiel an diesem Nachmittag nicht ähnlich gut erholen können. Es blieb das Problemkind des Angriffs. Die guten Trainingsleistungen konnten nicht umgesetzt werden. Trotz der eindimensionalen Ausrichtung des Angriffs gelang es immer wieder den nötigen Raumgewinn zu erzielen. Bis zum nächsten Nackenschlag für die Saarländer. Sie hatten sich bis zu einem First Down an die 3 Yard-Line der Gastgeber vorgekämpft. Jeder im Stadion rechnete mit dem Anschlusstouchdown. Doch weit gefehlt. Keion Snead nahm einen Pitch von Antwan Smith auf, der so sicherlich schon nicht geplant war. Dass Keion dann aber versuchte um die komplette Defense herum auf die andere Seite zu gelangen und den Ball durch einen Pitch an einen weiteren Mitspieler abzugeben, war auf keinen Fall geplant und auch nicht gewünscht. Diesen Pitch nahm dann auch Andreas Zidek (#21 WL) für die Weinheimer auf und retournierte ihn bis an die Weinheimer 20 Yard Line. Die Defense der Canes zeigte sich gegenüber ihrem ersten Auftritt ebenfalls wesentlich verbessert und zwang die Longhorns direkt zum Punt. Mittlerweile im 2. Viertel angekommen, war es letztlich Waldemar Weizel, der für die ersten Punkte der Canes sorgte. 14:06 (pat no good). Weinheim musste sich nach nur einem First Down erneut vom Ball trennen. Doch die Zeit lief den Canes jetzt davon. An der eigenen 29 Yard-Line wollten die Canes bei auslaufender Zeit noch mal einen langen Pass anbringen. Nach 3 broken Tackles durch Atwan Smith weit im eigenen Backfield schaffte es schließlich der 4.! Verteidiger der Longhorns Antwan Smith zu stoppen und sogar einen Fumble zu forcieren. In aller Ruhe konnte Murat Basaran (#10 WL) das Ei in die Endzone der Canes zurücktragen und für den 21:06 Pausenstand sorgen. Genauso schlimm wie diese 1. Halbzeit in Weinheim angefangen hatte, endete sie auch.
Das junge Team von Headcoach Detlev Grün gab aber immer noch nicht auf. Die Defense dominierte die Gastgeber beinahe nach Belieben. Doch auch die Weinheimer konnten mittlerweile besser mit dem Angriff der Canes umgehen. Im dritten Viertel gab es auf jeder Seite jeweils nur 1 First Down zu verzeichnen. Diese Defenseschlacht schien sich zu Gunsten der Canes zu wenden, als es Kwame Agyin gelang, einen Punt der Weinheimer in deren Endzone zu blocken und Philip Rohner das Ei zum 21:12 sicherte. Auch die Conversion gelang. Antwan Smith erlief die nötigen Yards zum 21:14. Es wurde also wieder enger. Höchste Zeit für Danny Washington wieder etwas von seinem Ausnahmekönnen zu zeigen. Auch ihm war seit dem furiosen Start in die Partie nichts mehr gelungen. Aber jetzt war er wieder da. Im ersten Versuch erlief er nach einem missglückten Onside-Kick 43 der verbleibenden 44 Yards in Richtung Canes Endzone. Zwei Laufspielzüge später war er dann tatsächlich in der saarländischen Endzone zum 27:14 (con no good). Bei einer verbleibenden Zeit von 2 Minuten marschierte die Offense der Canes noch einmal über das gesamte Feld und markierte durch Antwan Smith bei auslaufender Uhr noch den 27:20 Anschlusstouchdown. Dass Hendrik Voss die Two Point Conversion nach Pass von Antwan Smith komplettierte geht als 27:22 in die Statistik ein, war aber nur noch Kosmetik. Unter dem Strich gewannen die Weinheimer verdient, weil ihnen wesentlich weniger Fehler unterliefen.
Für die Canes gilt es weiterhin am Passspiel zu arbeiten. Die Defense spielte hervorragend. Das Laufspiel konnte ebenfalls etabliert werden und dass obwohl Weinheim bereits ab dem 2. Viertel darauf verzichtete, mit ihren Safetys das defensiv Backfield zu verteidigen. Der tiefste Verteidiger stand teilweise nur 10 Yards von der Line of Scrimage entfernt. Trotzdem gelang des dem Angriff der Canes nicht, Pässe zu komplettieren.
Wer nach Positivem sucht, der findet selbst in der schlimmsten Niederlage noch ein Körnchen Hoffnung. Die Moral der Mannschaft hat mir am Sonntag imponiert. Wer so viele Rückschläge wegstecken kann und trotzdem im Spiel bleibt, der verdient Respekt. Auch wenn sich die Jungs für den Respekt nicht viel kaufen können. Am 25:8. geht es um 17:00 Uhr gegen im Ludwigspark gegen Stuttgart. Die Scorpions sind in der bereinigten Tabelle erster Anwärter für die Südmeisterschaft. Alles andere als eine leichte Aufgabe für die Jungs. Doch wer weiß, zu was sie mit dieser Moral fähig sind. Lassen wir uns überraschen..
AUG
08
Canes wehren sich lange gegen Adler
Berlin Adler gewinnen bei den Saarland Hurricanes mit 20:07 (0:0,0:10,7:7,0:3). Starke Defensereihen bestimmten eine Partie, die letztlich von der clevereren Mannschaft gewonnen wurde.
(TR/SH) Auch wenn es die Tabellensituation noch nicht hergibt, aber bei den Canes geht es aufwärts. Noch haben die Saarländer nach der 20:07 Niederlage gegen die Berlin Adler die Rote Laterne der GFL-Süd. Gegen die klar favorisierten Hauptstädter wäre der zweite Saisonsieg allerdings schon möglich gewesen. Die Offense um Antwan Smith zeigte sich im Vergleich zur Vorwoche gegen Marburg stark verbessert. Auch die Verteidigung war immer auf der Höhe des Geschehens. In einer ausgeglichenen Partie waren es eine Interception, aufgrund eines Missverständnisses zwischen Quarterback und Receiver, ein verpatzter Punt und eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung, die das Ergebnis aus Sicht der Hausherren zu Gunsten der Gäste ausschlagen ließ.
Das erste Viertel war geprägt von diversen First Downs, ohne dass es einem Team gelang, zählbares zu erzielen. Die ersten Punkte des Spiels konnten die Gäste durch ein Fieldgoal erzielen. Vorausgegangen war eine Interception von Atwan Smith, dem Spielmacher der Canes. Er erwartete ausgerechnet Routinier Thorsten Scherer auf einer Come-Back-Route, der sich allerdings auf einem go befand. Die resultierende Interception konnte von dem Berliner Patrick Olszak bis an die 18 Yard-Linie der Hausherren zurückgetragen werden. In dieser Situation vermochte die Verteidigung der Saarländer dem Angriffsdruck der Nordligisten noch standhalten und den Schaden auf ein 31-Yard-Fieldgoal begrenzen. Erst im letzten Drive der ersten Halbzeit war es dem Favoriten aus Berlin vorbehalten, die Endzone zum ersten Mal zu erobern und damit mit einer 10:0 Führung in die Pause zu gehen. Jonny Schmuck fing den 20 Yard Touchdownpass von Bret Hall.
Als die Adler im 3. Viertel gar das 17:00 markieren konnten, schien die Partie schon gelaufen zu sein. Vorangegangen war ein verpatzter Punt, der die Schwarz-Gelben an der 26er der Canes in Ballbesitz brachte. Alessio Warnstedt tankte sich für 3 Yards in die Endzone der Saarländer. Doch so einfach wollten die Jungs von Headcoach Detlev Grün die Partie nicht herschenken. Waldemar Weizel war es, der endlich auch die ersten Punkte für die Platzherren erzielen konnte. Beim Stande von 07:17 wurden die Seiten das letzte Mal gewechselt. Wieder waren es die Canes, die den Ball bewegen konnten. Bereits an der Berliner 14 Yardlinie angekommen, stoppten erst einige Strafen den Vorwärtsdrang der Saarländer. Zunächst musste Antwan Smith 15 Yards Raumverlust hinnehmen, weil er außerhalb der Pocket den Ball nicht mehr regelgerecht loswerden konnte. Beim 2. Versuch gab es eine offensichtliche Passinterference. Die Schiedsrichter waren wahrscheinlich die einzigen im Stadion, die den Schuldigen in Receiver Keion Snead von den Canes sahen. Anstatt eines erneuten First Downs in der gegnerischen Red-Zone gab es einen 2. Versuch und fast 50 Yards zu gehen. Aus dieser Situation konnten die Saarländer 6 Minuten vor Schluss keine Punkte mehr machen. Im Gegenzug gelang es den Gästen dann geschickt die Uhr herunterlaufen zu lassen. Thomas Schwambach erzielte sein zweites Fieldgoal zum Endstand von 20:07 aus Sicht der Berliner.
„Schade, dass wir im letzten Viertel durch die Strafen nicht mehr zurück ins Spiel gefunden haben.“ Resümierte Headcoach Detlev Grün die Partie. „Heute haben wir zwei gleichwertige Mannschaften gesehen. Wir konzentrieren uns jetzt ganz auf Weinheim. Dort müssen wir die nötigen Punkte für Klassenerhalt holen. Ich bin stolz auf meine Jungs, dass sie trotz der Tabellensituation immer noch das Herz haben und bis zum Schluss kämpfen. Seit Antwan im Team ist, haben wir nicht nur spielerisch einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ihn zu verpflichten war das richtige Zeichen für die Mannschaft. So sind wir kein Abstiegskandidat!“
Zuschauer 400
0:3 BA Thomas Schwambach 31 yd Fieldgoal
0:10 BA Patrick Oszak 20 yd Pass von B. Hall (T. Schwambach Kick good)
0:17 BA Alessio Warnstedt 3 yd run, (T. Schwambach Kick good)
7:17 SH Waldemar Weizel 2 Yards run (D. Rau Kick good)
7:20 BA Thomas Schwambach 37 Yard Fieldgoal
JUL
31
Gegen Marburg war nichts zu holen
Marburger dominieren beim 06:40 die Canes auf beiden Seiten der Linie. Der neue Quarterback Atwan Smith hatte vor einer enttäuschenden Kulisse von 350 Fans selten genügend Zeit, ein kontrolliertes Spiel aufzuziehen.
(tr/sh) Am Samstag gingen die Canes als klare Außenseiter ins Match gegen den deutschen Vizemeister aus Marburg. Dennoch hoffte man, dass der Impuls, den es ohne Zweifel in den Trainingseinheiten durch die Verpflichtung des neuen Quarterbacks Atwan Smith gegeben hatte, für einige Akzente in der Partie sorgen würde. Doch die ersten beiden Drives zeigten schon, wie das Kräfteverhältnis verteilt sein würde. Die Gäste konnten dank ihrer Offense-Linie das Laufspiel ohne Probleme etablieren. Dass nur ein Fieldgoal erzielt wurde lag an den Incompletions und einer Holdingstrafe. Ansonsten hatten die Runningbacks meistens schon etliche positive Yards hinter sich, bevor die Vorblocker die letzten Blocks gesetzt hatten. Es war schnell klar, dass es ein langer Nachmittag für die Defense der Canes werden würde.
Aber auch im Angriff war noch viel Sand im Getriebe. Der Druck auf Antwan Smith war einfach zu groß. Die junge Offense-Linie hatte erhebliche Probleme mit den Verteidigern. Atwan Smith war oft auf der Flucht. Ihm gelangen zwar einige spektakuläre Läufe, aber die Pässe fanden ihr Ziel einfach zu selten. Was allerdings Mut für die Zukunft macht, ist die Tatsache, dass der Angriff augenscheinlich nur noch ein wenig mehr Arbeit in die Abstimmung investieren muss um auch kontinuierlich für Raumgewinn zu sorgen.
Die Mercenaries, die das Spiel auch noch beherrschten nachdem sie frühzeitig eine Reihe von Back-up´s einsetzten, trennte in dieser Form einen Klassenunterschied von den Canes. Dennoch sind sich die Verantwortlichen sicher, dass sich die Mannschaft der Saarländer in den verbleibenden Partien spielerisch noch erheblich steigern wird. Die hohe Trainingsbeteiligung zeigt, dass die Mannschaft in Takt ist und weiterhin an sich glaubt.
Am kommenden Wochenende geht es im Ludwigsparkstadion gegen die Berlin Adler. Die Hauptstädter sind momentan Tabellenzweiter der GFL Nord und somit sicherlich nicht mehr mit dem Team des Vorjahres zu vergleichen. Sie stellen eine der besten Verteidigungsreihen der Liga. Also wieder kein leichtes Unterfangen für Antwan Smith mit der Offense ins Spiel zu kommen. Doch auch diese Woche ist lediglich am Dienstag trainingsfrei, also viel Zeit um den Feinschliff voranzutreiben. Mit einer hoffentlich wieder größeren Unterstützung von den Rängen kann der Angriff sicherlich noch schneller ins Spiel finden.
JUL
10
Canes wollen in der Rückrunde jetzt erst recht etwas reißen!
Nach der mageren Hinrunde ziehen die Footballer von der Saar personelle Konsequenzen und trennen sich von den beiden Importspielern Mike Pullin und Blake Seeds
(TR/SH) Am 21.07. startet für die Bundesligamannschaft der Saarland Hurricanes die Rückrunde in der 2007er GFL-Saison. Nach 2 Wochen Trainingspause geht es seit letztem Mittwoch für die Spieler von Headcoach Detlev Grün wieder zur Sache. Mit einer „jetzt-erst-Recht-Einstellung“ wollen die Canes die Rückrunde in Angriff nehmen.
„Bisher können wir mit dem Erreichten natürlich nicht zufrieden sein“, analysierte Präsident Joachim Klein zum Trainingsauftakt die bisherigen Spiele. „Wir haben erstmals einen numerisch großen Kader, in dem sich sehr viel Talent bewegt. Dieses Talent müssen wir endlich auch in Punkte ummünzen. Es sind gerade mal die Hälfte aller Begegnungen gespielt, also ist noch alles drin. Von unseren beiden Importen Blake Seeds und Mike Pullin haben wir uns mit sofortiger Wirkung getrennt, weil wir der Meinung sind, dass ein Zeichen gesetzt werden muss.
Diese Entscheidung macht das Restprogramm natürlich nicht leichter. Aber wir haben schon ganz andere Situationen gemeistert und sind vielleicht auch deshalb eine der ältesten Mannschaften in der Bundesliga. Die höchste deutsche Spielklasse ist für die meisten der 30.000 aktiven Footballer in Deutschland ein Traum aber eben unerreichbar. Wir sind dabei! Nach der Auflösung der NFL-Europa gibt es auch keine weitere Konkurrenz mehr für die GFL. Wir glauben an die Spieler und unsere Mannschaft. Alle zusammen wollen diese Klasse halten und deshalb werden wir von verantwortlicher Seite alles Mögliche unternehmen, damit uns dies auch gelingt. “
Somit formulierte Präsident Klein mit dem Klassenerhalt das klare Ziel für die verbleibende Spielzeit. Da momentan der Tabellenvierte aus Darmstadt punktgleich mit den Canes auf Play-Off-Kurs liegt, kann noch einiges mehr als nur der Klassenerhalt geschafft werden.
JUN
06
bittere Heimniederlage gegen Hall
Zwei Defensetouchdowns der Unicorns machten den Unterschied. Der Sparkassen - Gameday war überschattet von angekündigten Fanausschreitungen des abgestiegenen FC Saarbrückens
(TR/SH) Diesen Bericht möchte ich zunächst mit einem persönlichen Resümee beginnen. Die Jungs waren gerade im Vergleich zum letzten Spiel gegen Weinheim endlich wieder 120% motiviert. Gerade die Defense hat überragend gekämpft. Aber auch im Angriff waren Optionen zu erkennen. Wenn wir gegen einen Tabellenführer zu Beginn des letzten Viertels nach teilweise dominantem Spiel auf einen Touchdown Differenz verkürzen können, dann kann man getrost von einem engen Spiel reden. Auch wenn individuelle Fehler es den Gästen zum Ende hin doch sehr einfach gemacht haben, sich abzusetzen. Mit dieser Moral und diesem Einsatz freue ich mich auf die nächsten Begegnungen und hoffe, dass dann auch der verdiente Lohn eingefahren werden kann. Nun zum Spielverlauf:
Die Begegnung zwischen den Saarland Hurricanes und den Schwäbisch Hall Unicorns begann gleich mit 2 Turnover on Downs. Zuerst konnte die Defense der Canes die Unicorns an der eigenen 29 Yard.Line stoppen. Die Gäste aus dem Schwabenland zogen nach und verhinderten die ersten Punkte an der eigenen 16 Yard-Line. Im ersten Viertel konnte sich keine Angriffsformation durchsetzen. Beide Teams hatten von vorneherein schon Probleme mit der Quarterbackposition. Die Unicorns starteten mit dem Back-up Quarterback Hunter Sims, weil Jordan Neuman an der Schulter verletzt war. Lang konnten die Haller nicht bei dieser Besetzung bleiben. Die starke Verteidigung der Saarländer zwang Headcoach Siggi Gehrke diese Entscheidung schon nach dem ersten Drive zu revidieren. Bei den Canes gab es allerdings keine Alternative zu Mike Pullin, denn unter der Woche hatte man die neue Hoffnung QB Terrance Matthews bereits wieder zurück in die Heimat geschickt. Viel Talent aber nichts dahinter war das kurze aber niederschmetternde Resume dieser Kurzverpflichtung. Leider war es dann Mike Pullin, der die ersten Punkte für Hall vorbereitete. Seinen Pass konnte Kyle Hausler zur 6:0 Führung in die Endzone der Gastgeber zurücktragen. Kurz vor der Halbzeit bediente Jordan Neuman Martin Ebner zur 12:0 Halbzeitführung.
Hochmotiviert kamen die Gastgeber aus der Kabine. Im Angriff gelang ihnen immer wieder essentieller Raumgewinn. Doch im 3. Viertel sollte es noch nicht für die ersten Punkte reichen. Dahingegen sah die Verteidigung der Canes richtig gut aus. Mit viel Druck auf Neumann und guter Coverage im Backfield konnten die Unicorns an weiteren Punkten gehindert werden. Zu Beginn des letzten Quarters kamen die Canes endlich auch aufs Scoreboard. Almen Causevic fing einen Pass von Mike Pullin für insgesamt 15 Yards und konnte das Ei die verbleibenden Meter in die Endzone tragen. Auch bei diesem Touchdown misslang der Zusatzpunktversuch. Die knapp 750 Zuschauer auf der Tribüne hofften auf ein Comeback der Hausherren, wurden aber jäh aus ihren Träumen gerissen. Den Unicorns gelang im folgenden Drive die direkte Antwort auf den Anschlußtouchdown der Canes. Nur 4 Spielzüge später fing Martin Kucharczyk im Gegenzug einen Pass von Neumann in der Endzone und konnte den alten Abstand wieder herstellen. Tom Hausler sorgte mit seinem Interceptionreturntouchdown für die letzten Punkte der Partie.
Headcoach Detlev Grün sah nach dem Spiel auch einige gute Ansätze bei seinem Team. „Das Ergebnis sagt es zwar nicht so aus, aber über weite Strecken des Spiels waren wir gleichwertig. Wenn wir auch noch die wenigen aber entscheidenden Fehler abstellen können, sind wir mit dieser Leistung wieder voll auf Liganiveau.“
Nach der Begegnung sollte bei bestem Wetter eigentlich noch im Stadion gefeiert werden. Schließlich hatten die Canes zum Sparkassengameday geladen. Doch kaum ein Zuschauer wollte angesichts der Warnungen der Polizei bleiben. Am Nachmittag waren die Fußballer des FC Saarbrücken in Stuttgart abgestiegen und nun wurden die frustierten Fans zurückerwartet. Auschreitungen im Ludwigspark blieben zwar zum Glück aus, waren aber angekündigt. Wer nicht früh genug wegkam, hätte warten müssen, bis die Polizei wieder Entwarnung gab. Außerdem parkten natürlich auch die Fahrzeuge PubliCanes im Bereich, wo die Fans zurückerwartet wurden. Einige hielten es dennoch aus und feierten mit der Mannschaft und der Band, bis die Polizei die Tore wieder frei gab. Leider wesentlich weniger als erwartet und erhofft. Die Meisten verließen das Stadion ziemlich zügig, um der Randale zu entgehen. Alles in Allem hatten sich die Beteiligten dieses Fest sicherlich anders vorgestellt.
Scoring Summary:
0:6 SU - K.Hausler 34 yd interception return (T.Rauch kick failed),
0:12 SU - M.Ebner 39 yd pass from J.Neuman (J.Neuman pass failed), 4th 6:12 SH - A.CAUSEVIC 15 yd pass from M.PULLIN (A.CAUSEVIC kick failed),
6:19 SU - M.Kucharczyk 18 yd pass from J.Neuman (T.Rauch kick),
6:26 SU - T.Hausler 41 yd interception return (T.Rauch kick),
750 Zuschauer
MAI
23
Canes verlieren gegen Weinheim
Danny Washington schlägt die Canes mit einigen Big Plays beinahe im Alleingang - die Partie war schon nach dem 1. Viertel entschieden.
tr/sh) Deutlich und vollkommen verdient gewinnen die Weinheim Longhorns das erste Aufeinandertreffen mit den Saarland Hurricanes im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken. Bei bestem Footballwetter dominierte vor allem die Offense der Aufsteiger gleich von Beginn an die Partie. Die ersten 3 Drives führten alle mit insgesamt nur 11 Spielzügen bis in die Endzone der Gastgeber. Vor allem Danny Washington war von der saarländischen Defense nicht unter Kontrolle zu bekommen. Immer wieder fand er die Lücke in der Verteidigung und war im open field dann kaum mehr zu stoppen. Mit 195 Yards erlief er alleine mehr Yards als die komplette Offense der Canes (161). Schon der Kick-Off für diese Partie konnte Martin Mick als Interimsheadcoach die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Danny Washington setzte seine erste Duftmarke und returnierte das Ei bis an die Mittellinie. Zwei Spielzüge später konnte sich Torrance Brown schon in der Endzone der Gastgeber über die ersten Punkte freuen.
Der Angriff der Saarländer produzierte zwar ein erstes First Down, doch nach einem Fumble vom neuen Quarterback Terrance Matthews mussten sich die Canes per Punt vom Angriffsrecht trennen. So kamen die Gäste zwar in schlechterer Feldposition wieder in Ballbesitz, was Danny Washington aber nicht davon abhielt, den nächsten Score der Weinheimer vorzubereiten. In nur 3 Läufen überbrückte er das gesamte Feld bis an die 3 Yardline der Saarbrücker. Noch wollte er sich offensichtlich nicht in die Scorerliste eintragen, denn eher aus Versehen als durch das Einwirken eines Abwehrspielers trat er 3 Yards vor der Endzone ins Aus. Somit war es Florian Korward vorbehalten, für die nächsten Punkte zu sorgen.
Der zweite Drive der Canes begann wiederum mit einem Fumble beim Snap, den Terrance Matthews wiederum recovern konnte. Ein Pass in die Endzone auf Mike Pullin war zu weit und erneut mussten sich die Gastgeber in dieser verkorksten ersten Halbzeit per Punt vom Angriffsrecht trennen. Dieses Mal lief Danny Washington über 76 Yards bis in die Endzone und trug sich endlich selbst in die Scorerliste des Tages ein. Mit dem Zusatzkick war dieses unsägliche Quarter für die Saarländer endlich vorbei.
Nach dem Seitenwechsel begann auf den Rängen unter den 900 Zuschauern die Hoffnung zu keimen, dass die Canes doch noch einen Weg zurück in diese Partie finden würden. Ein guter Return von Waldemar Weizel, ein Catch von Reiner Scharfe und ein 54-Yard Touchdown von Mike Pullin nach Pass von Terrance Matthews später zeigte die Anzeigentafel nur noch einen Rückstand von 8:21. Almen Causevic hatte den Pass aus größter Bedrängnis von Terrance Matthews geworfen in der Endzone für die TPC fangen können.
Dieser Touchdown schien wie ein Weckruf im weiten Rund zu wirken. Von den Fans lautstark unterstützt konnte die Defense sich endlich besser in Szene setzen. Weinheim kam in der Folge nur zu einem Fieldgoal zum 24:08. Doch aus der ersehnten Aufholjagd aus Sicht der Gastgeber sollte nichts werden. Terrance Matthews bediente Shawn MC Brayer mit der Nummer 27 auf Seiten der Longhorns mit einer Interception, die dieser bis an die 1 Yard-Linie returnierte. Mittlerweile hatte Danny Washington nun auch Geschmack am scoren gefunden und fing einen Pass von Quarterback Murat Basaran in der Endzone zum Halbzeitstand von 31:08.
Wer nun dachte, nach der Halbzeit würden die Canes zumindest noch versuchen, das Blatt zu wenden oder zumindest das Ergebnis freundlicher zu gestalten, der sah sich getäuscht. Zu viele individuelle Fehler in der Offense brachten für die Saarländer keine Punkte mehr aufs Board. Die Gäste aus Weinheim scorten bei ihrem ersten Drive mit einem 56-Yard Pass von Murat Basaran auf Darko Markovic und sorgten so für den Endstand von 37:8. Turn over on Downs, Fumbles und noch 2 Punts beendeten die jeweiligen Angriffsversuche.
Weinheim konnte den ersten Punktgewinn in der Bundesliga feiern. Coach Marvin Washington sagte kurz und kanpp: „Endlich sind wir in der GFL angekommen!“ Ob sich die Weinheimer Offense auch gegen andere Gegner in dieser Form etablieren kann bleibt abzuwarten. Für die Canes steht noch viel Arbeit an, um eine derart desaströse Vorstellung beim nächsten Heimspiel gegen Schwäbisch Hall zu vermeiden.
MAI
18
Vorbericht Heimspiel gegen Longhorns
Die Bundesligapartie gegen die Weinheim Longhorns wird am Samstag gegen 19:00 Uhr angepfiffen – Terrance Matthews wird die Offense anführen.
(TR/SH) Zwei Wochen nach dem Sieg gegen die Darmstadt Diamonds wird es für die Footballer von der Saar wieder ernst. Am Samstagabend gibt der Aufsteiger aus Weinheim seine Visitenkarte im Ludwigsparkstadion ab. Wenn es nach den Canes geht, sind die Weinheimer das 2. Team, dass sie in der Tabelle hinter sich lassen wollen. Ein Sieg ist demnach Pflicht. Es wird kein einfaches Spiel für die Saarländer, aber Zweifel an einem Sieg will im Vorfeld der Begegnung niemand aufkommen lassen.
Vor allem die Umstände machen diese Partie zu einem schwierigen Unterfangen. Im Vorfeld ließ sich leider nicht verhindern, dass die Juniorcanes am gleichen Tag auswärts in Rothenburg ob der Tauber antreten müssen. Diese Begegnung beginnt um 14:00 Uhr. Jugendheadcoach Martin Mick wird seine Jungs zu diesem wichtigen und entscheidenden Spiel um die Play-Off-Teilnahme begleiten. Headcoach Detlev Grün musste aus beruflichen Gründen in die Staaten zu einer Fortbildung. Aus diesem Grund wurde der Kick-Off der Partie auf 19:00 Uhr verlegt, denn Martin Mick wird versuchen, pünktlich zum Anpfiff im Ludwigsparkstadion zu sein. Falls er es nicht schafft, werden seinen Assistant Coaches die entsprechenden Calls machen.
Dieser Doppeltermin ist allerdings nicht der einzige Grund, warum die Kick-Off-Zeit später angesetzt wurde. Der spätere Termin bietet gleich mehrere Vorteile. Das Bundesligafinale ist dann bereits vorüber, der eine oder andere muss auch Samstags um 17:00 Uhr noch arbeiten, ein Spiel unter Flutlicht hat einen ganz besonderen Reiz und für alle, die gerne direkt aus dem Ludwigspark in eine lange Nacht starten möchten, ist 19:00 Uhr auf jeden Fall angenehmer. Der nahtlose Übergang vom Gameday im Ludwigspark zur Gamenight in der KuFa ist gewährleistet.
Die ungewöhnliche Zwickmühle bei der Trainerfrage lässt die Hurricanes aber keinesfalls unruhig werden. Vielmehr fiebern sie dem Spiel gegen die Longhörner entgegen. Denn es wird der erste richtige Auftritt von Quarterback Terrance Matthews werden. Mit einem 60-Yards-Pass hatte er in der letzten Begegnung gegen Darmstadt ja schon gezeigt was in ihm steckt, als er die Canes ohne eine Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert zu haben, zum entscheidenden Touchdown gegen die Diamonds führte. Zwei Wochen intensives Training sind nun vorbei. Die PubliCanes können sich am Samstag selbst davon überzeugen, welches Potential ihr Team 2007 hat. Im Training sieht es zumindest sehr gut aus!
MAI
07
Heimsieg gegen Darmstadt
Mit einer starken Defenseleistung unter anderem dank 2 Interceptions von Kwame Agyin kommen die Canes zu einem verdienten Sieg im ersten Spiel vor heimischem Publikum. Mike Pullin und Waldemar Weizel sorgen für die Punkte
(tr/sh) Nach der Niederlage zum Saisonauftakt, bei dem vor allem im Angriff nicht viel passte, hatten sich die Canes für ihren Heimauftakt gegen die Diamonds aus Darmstadt viel vorgenommen. Der Gameplan sah vor, mit einigen Aktionen in der Offense zu überraschen und mit einer soliden Defense Angriffsversuche der Diamonds im Keim zu ersticken. Letztendlich wurde er von der Mannschaft aufs Genaueste befolgt, doch Headcoach Detlev Grün hätte sich das Erreichen seines Zieles sicherlich mit weniger Aufregung gewünscht.
Denn das erste Viertel kann getrost mit der Überschrift „Gastgebergeschenke von Darmstadt verschmäht“ versehen werden und derartige Geschenke waren sicher nicht Bestandteil seines Gameplans. Die Partie begann mit 3 vergeblichen Versuchen der Gäste aus Darmstadt Raumgewinn zu erzielen. Ein Puntreturn kam allerdings nicht zustande, vielmehr konnte ein Fumble auf der eigenen 20 Yard-Line von Seiten der Canes gerade noch vermieden werden. Für die Saarländer begann Sven Goffart als starting Quarterback die Partie. Er bediente Mike Pullin mit einem schnellen Pass für insgesamt 15 Yards. Nach dieser gelungenen Aktion zum Auftakt musste sich die Mannschaft dann aber doch per Punt vom Angriffsrecht trennen. Mike Pullin kam nicht dazu, den Ball loszuwerden. Stark unter Druck entschied er sich auf eigene Faust für Raumgewinn zu sorgen. Das ging gründlich schief. Die Gäste kamen an der 35 der Hurricanes in Ballbesitz. Der Quarterback der Gäste Johannes Mannsee hatte jedoch am Samstag nicht seinen besten Tag erwischt. Anstatt Florian Bambuch bediente er Kwame Agyin an der 1-Yard Linie der Canes. Somit war das erste Geschenk ausgeschlagen. Allerdings konnten sich die Saarländer mit ihren Laufspielzügen nicht aus der gefährlichen Lage an der eigenen Endzone befreien.Die zweite Serie der Canes brachte kaum Raumgewinn. Es kam zum Punt aus der eigenen Endzone. War der erste Versuch zu punten schon ungünstig gelaufen, toppte der Zweite das Ganze sogar noch. Der Punt von Mike Pullin ging zwar steil in die Luft, kam aber genauso steil wieder runter. Der Ball flog an der eigenen 21-Yard-Line ins Aus. Doch auch aus dieser für die Gastgeber gefährlichen Lage resultierten keine Punkte. Andreas Baumann konnte zwar das erste First Down für die Gäste erzielen. Doch von der saarländischen 9-Yard-Line ging es für die Darmstädter mit 2 Sacks soweit in Richtung eigene Endzone, dass Darmstadt sogar ganz ohne Punkte blieb. Auf der anderen Seite schien Quarterback Mike Pullin seinen Rhythmus ansatzweise gefunden zu haben. Denn nach seinem völlig verunglückten Punt fand er jetzt besser ins Spiel. Erstmals gelang es einer Offense sich auf dem Feld essentiell nach vorne zu arbeiten. Im ersten Viertel fielen zwar noch keine Punkte, aber man konnte schon erkennen, dass sich die Offense der Canes im Gegensatz zu den Diamonds langsam aber sicher freispielte. Folgerichtig gingen die Hausherren dann auch zu Beginn des 2. Quarters mit 8:0 in Führung. Mike Pullin erlief seinen ersten Touchdown für die Saarländer. Ein Roll-out auf die linke Seite öffnete ihm das Feld, sodass er die verbleibenden 12 Yards selbst zurücklegte. Da dies auf der einen Seite so hervorragend geklappt hatte, funktionierte es auf der anderen Seite zur TPC gerade noch einmal. Zuversicht machte sich unter den Anhängern der Hurricanes breit, denn das Team schien die Partie nun vollends in den Griff zubekommen. Nur zwei Spielzüge später war sich wieder jeder im Ludwigsparkstadion im Klaren darüber, dass 8 Punkte im Football alles andere als eine beruhigende Führung sind. Denn die Diamonds erliefen postwendend durch Andreas Baumann über 71 Yards ihren ersten Touchdown des Tages. Der Zusatzkick ging rechts an den Stangen vorbei. Es sollten die einzigen Punkte der Gäste in der Begegnung bleiben. In der verbleibenden Zeit des 2. Quarters wechselte das Angriffsrecht noch einige Male. Zwei Erwähnenswerte Aktionen aus Sicht der Gastgeber gab es noch. Zum einen fing Kwame Agyin seine 2. Interception, zum anderen gelang Mike Pullin zur Abwechslung auch mal ein perfekter Punt, der von Nicolas Hell an der 1-Yard-Line der Gäste gedownt werden konnte. Folgerichtig wurden beim Stand von 8:6 die Seiten gewechselt.
Die zweite Hälfte begann mit einem Drive der Hausherren. Zweimal konnte die Chain bewegt werden, doch dann bedient Mike Pullin Mario Pech mit einer Interception. Darmstadt kam an der eigenen 27 in Ballbesitz. Doch die Gäste kamen an diesem Samstag einfach nicht mehr ins Rollen. Die Verteidigung der Canes vermochte immer wieder enormen Druck auf Johannes Mannsee zu entwickeln, unterband seine Roll-outs und sorgte häufig sogar für Raumverlust bei den angreifenden Hessen. In der gesamten 2. Halbzeit gelangen den Darmstädtern nur noch 4 First Downs. Im Gegenzug gab Quarterback Terrance Matthews erstmals seine Visitenkarte beim heimischen Publikum ab. Sein erster Pass war noch unvollständig. Doch gleich der 2. Pass, den er überhaupt auf einen Teamkollegen warf, kam an. Reiner Scharfe konnte erst nach 45 Yards von der Verteidigung gestoppt werden. 2 Spielzüge später hatte Waldemar Weizel für die 14:6 Führung gesorgt. Im weiteren Verlauf konnten die Canes zwar immer wieder für Raumgewinn erzielen, schafften es aber nicht mehr aufs Scoreboard. Alles in Allem verließen die Hausherren den Platz verdient als Sieger. Die Verteidigung spielte über weite Strecken ohne einen Importspieler und vermochte den Angriff der Hessen fast beliebig zu dominieren. Zu schwer wogen auf deren Seite wohl der Ausfall von Runningback Keeon Johnson und die Verletzungen der beiden O-Liner Daniel Poljak und Patrick Schmidt. Beim Angriff der Canes war Potential zu erkennen, dass in den nächsten Wochen ausgeschöpft werden sollte. In dieser Verfassung wird es allerdings für beide Teams schwer, um mehr als um den 4. Platz der Tabelle zu kämpfen.
Die Punkte im einzelnen:
08:00 Mike Pullin 12 Yards Lauf (TPC Mike Pullin)
08:06 Andreas Baumann 71 Yards Lauf (PAT no good)
14:06 Waldemar Weizel 5 Yards Lauf (TPC pass incomplete)
700 Zuschauer
MAI
04
Heimspielauftakt gegen Darmstadt
Gleich als erster Gegner stellen sich die Darmstadt Dia-monds als mutmaßlicher Konkurrent um die Playoffplätze am Samstagabend um 17:oo uhr im Ludwigsparkstadion vor
(TR/SH) Die Auftaktniederlage in Berlin scheint verdaut. 2 Wochen ist es her, dass die GFL Saison 2007 für die Canes mit einer 36:6 Niederlage in der Bundeshauptstadt losgegangen ist. Hoch motiviert wurde seit dem trainiert. Gegen Darmstadt soll wieder angegriffen werden.
Die Footballer von der Saar präsentieren sich 2007 mit vielen neuen Gesichtern. Allem voran lenkt mit Headcoach Detlev Grün ein neuer Mann die sportlichen Geschicke der Hurricanes. Zusammen mit Martin Mick haben sich die Trainer in diesem Jahr der Aufgabe gestellt, gleich 2 Bundesligamannschaften zu trainieren. Denn auch für die Jugendmannschaft zeichnen sich beide verantwortlich. Dort hat Martin Mick allerdings den Hut des Headcoaches an.
Auch im Spielerkader der 2007er GFL Mannschaft hat es viele Veränderungen gegeben. Hierbei gab es in der Defense weniger einschneidende Veränderungen wie in der Offense. Dementsprechend ist die Verteidigung auch der Stützpfeiler des Teams. Mit Heimkehrer Murat Senem und Neuverpflichtung Brian Lee sind die Abwehrreihen im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert. So war es zumindest geplant. Cornerback Lee verletzte sich in Berlin allerdings so schwer, dass er den Canes in dieser Saison schon nicht mehr zur Verfügung stehen kann. Er trat bereits die Rückreise nach Kanada an. Für das Darmstadtspiel konnte so kurzfristig noch kein Ersatz gefunden werden.
Im Angriff musste sich im Vorfeld ein komplett neues Team finden. Insofern kommt der frühe Saisonstart den Canes alles andere als gelegen. Hinzu kommt die langwierige Verletzung von Leistungsträger Thorsten Scherer, der eigentlich die wichtigste Anspielstation für Quarterback Mike Pullin sein sollte. Scherer fällt mit einem Knorpelschaden im Knie voraussichtlich die gesamte Hinrunde aus. Zur Verstärkung der Achillesferse der vergangenen Spielzeit, der Offense Line, wurde mit Blake Seeds ein Lineman verpflichtet, der dem Team nicht nur als Spieler sondern auch als Trainer weiterhelfen kann. Inwieweit sich der gesamte Angriff gegenüber der Performance aus Berlin im Heimspiel gegen Darmstadt steigern kann, werden wir am Samstagabend erfahren. Offense Coordinator Martin Mick ist mit den Fortschritten seiner Jungs sehr zufrieden. „Zumindest im Training klappt die Abstimmung immer besser. Die Mannschaft wird getragen von ihrem Teamgeist. Wenn wir am Samstag konzentriert zu Werke gehen und die Nervosität schnell ablegen können, ist alles drin,“ meinte der Trainer nach dem Abschlusstraining. Am Samstag im Ludwigsparkstadion kann sich jeder davon ein Bild machen, wie sehr das Training der letzten Wochen gefruchtet hat. Kick-Off ist um 17:00 Uhr.
APR
19
Saisonstart in Berlin
Zum Saisonstart muss die Mannschaft der Saarland Hurricanes gleich zu dem längsten Trip der Saison nach Berlin aufbrechen. Headcoach Detlev Grün setzt auf eine starke Verteidigung und hofft auf Glanzlichter im Angriff
(TR/SH) Ab Samstag fliegt das Ei wieder in der German Football League, der Bundesliga im American Football. Zum 7. Mal in Folge sind die Saarland Hurricanes mit am Start. Als ein Team, dass mit einem sehr bescheidenen Etat in die Runde geht, sind die Ziele mit dem Erreichen der Play-offs um die deutsche Meisterschaft wieder hoch gesteckt. In der Vergangenen Saison präsentierte sich das Team vor allem mit einer sehr guten Verteidigungsreihe. Der offensive Mannschaftsteil hatte mit hausgemachten Problemen zu kämpfen, musste doch kurz vor der Saison praktisch die gesamte Offense-Linie verletzungsbedingt ersetzt werden. Die Linie soll die entscheidenden Blocks für ein erfolgreiches Angriffsspiel setzen. Wenn es dort hapert, wird es gerade in der Bundesliga sehr schwer, Punkte zu erzielen. Von den Verletzten der abgelaufenen Saison fand lediglich Julius Sidoroff den Weg zurück ins Team. Ansonsten wird das Herz der Angriffsformation in neuer Zusammensetzung in Berlin auflaufen. Den ersten Härtetest beim Verbandspokal an Ostern absolvierten die Hurricanes unerwartet souverän. Am Samstag wird es 2007 zum ersten Mal ernst. Die Mannschaft wird die weite reise nach Berlin bereits am Freitag antreten, in der Hoffnung, dass die Reisestrapazen durch die Übernachtung gelindert werden.
Besonderes Augenmerk wird der neue Headcoach Detlev Grün sicherlich auch auf seine drei neuen Importe werfen. Mike Pullin ist der neue Quarterback. Der 22-jährige kommt aus Kanada und hat dort schon seit frühester Jugend Footballerfahrungen gesammelt. Neben Nationalmannschaftsrunningback Waldemar Weizel hat Offense-Coordinator Martin Mick durch Mike noch zwei weitere Optionen im Angriff. Üblicher Weise steht der Quarterback für ein gefährliches Passspiel. Den jungen Kanadier zeichnet aber auch noch seine große Schnelligkeit aus, die die Verteidigungsreihen sicherlich vor zusätzliche Probleme stellen wird. Mit Blake Seeds wurde zur Unterstützung der schweren Jungs ein Lineman verpflichtet. Blake soll sowohl verteidigen als auch mit seiner Erfahrung dem Quarterback mehr Zeit geben, sein Spiel zu entwickeln. Dass er schon über Coaching-Erfahrungen an einem College verfügt, soll der Mannschaft auch perspektivisch in der Saison weiterhelfen. Dritter Mann in der neuen Football-Wg der Saarland Hurricanes ist Brian Lee. Er soll in der Verteidigung als Cornerback die gefährlichsten Passfänger der Gegner aus dem Spiel nehmen.
Der Auftritt bei den Adlern in Berlin wird eine erste Standortbestimmung für die Jungs von Detlev Grün. Der deutsche Meister von 2004 zeigte sich in der letzten Saison als 5ter der Nordliga nicht von seiner besten Seite. Die Canes verloren zwar das Rückspiel in Berlin mit 31:13 konnten aber das Hinspiel mit 21:2 gewinnen. Nach diesem Saisonauftakt hat die Mannschaft von Detlev Grün noch zwei Wochen Zeit, um sich für den Heimauftakt am 5.5. um 17:00 Uhr im Ludwigsparkstadion gegen die Darmstadt Diamonds vorzubereiten. Schließlich wollen die Spieler ihren Zuschauern eine gute und erfolgreiche Show bieten, damit der Funken überspringt. Ganz dem Jahresmotto folgend
…catch the spirit
APR
15
Juniorcanes bejubeln ersten Sieg in der Jugendbundesliga
Die Junioren der Saarland Hurricanes gewinnen ein von vielen Ballverlusten und Fehlern geprägtes Spiel in der ersten Hitzeschlacht des Jahres verdient gegen die Gäste aus Rothenburg ob der Tauber.
(TR/SH) Ganz Deutschland freut sich über eine Hitzewelle, die für die Jahreszeit viel zu früh kommt. Nicht alle, denn für einige wenige ist die große Hitze so früh im Jahr eine echte Belastung. Zum Beispiel für die jungen Footballer, die sich zum zweiten Saisonspiel der Jugendbundesliga Süd am Samstag im Ludwigsparkstadion trafen. Die Begegnung sah am Ende zwar einen verdienten Sieger, war aber im Verlauf für ein Footballspiel auf diesem Niveau sehr ungewöhnlich. Die Juniorcanes gingen bereits im ersten Viertel mit 12:00 in Führung. Bevor die ersten Punkte durch Karim Bida jedoch erzielt wurden, hatte das Angriffsrecht schon viermal per Turnover gewechselt.
Nicht nur die Vielzahl der Ballverluste prägten diese Begegnung. Es gab leider auch einige schwere Verletzungen zu beklagen. Besonders bitter traf es die Gäste aus dem Frankenland. Fabian Haderlein # 28 erlitt einen Rippenbruch und Nierenriss, muss aber vermutlich nicht operiert werden. Robin Marschall # 26 hat die Kreuzbänder gerissen. Das Ausmaß der Verletzung von Johannes Haberecker # 21 (Handgelenk) und Kevin Meyer #66 (Knie) ist noch nicht geklärt. Auf Seiten der Canes traf es Marco Miessemer und Henning Sauber, die beide Zerrungen davontrugen. Allen Spielern wünschen wir an dieser Stelle gute Besserung. Die Vielzahl der Fehler und Verletzungen war sicherlich auch eine Folge der ungewöhnlichen äußeren Bedingungen, die an diesem Wochenende im Ludwigspark herrschten.
Im weiteren Spielverlauf konnten sich die Franken dank ihres großen Einsatzes gleich mehrfach in die Partie zurückkämpfen. Unter dem Strich blieb aber eine Angriffsformation der Canes, die von Marcus Richardson immer wieder kontinuierlich über den Platz geführt wurden. Sie wurde entweder durch individuelle Fehler gestoppt oder konnte punkten. Auf der anderen Seite unterliefen den Franken mindestens ebenso viele Fehler. Glänzen konnten Sie nur mit gelegentlichen Big Plays. Ansonsten dominierte die Verteidigung der Gastgeber die Begegnung.
Nach der Niederlage am ersten Spieltag gegen den Aufsteiger aus Stuttgart kann Headcoach Martin Mick wieder zuversichtlicher in die nächsten Spiele gehen. Schließlich war die Offense nicht mehr nur auf gute Läufe von Karim Bida angewiesen. Edi Brodt und Rouven Kiefer fingen ettliche Pässe von Marcus Richardson. Man hatte den Eindruck, dass die Rückkehr von Rouven Kiefer, er war letzte Woche noch in Urlaub, gleich mehrere neue Optionen für den Quarterback der Canes eröffnete. In der Folge zeigte das gesamte Team eine wesentlich bessere Vorstellung als noch gegen Stuttgart. Die mittlerweile nach ihrem gestrigen Sieg mit 58:06 gegen den Südmeister des Vorjahres aus Schwäbisch Hall unweigerlich in die Favoritenrolle dieser Saison rutschen. Die Canes hingegen müssen die Fehler vermeiden und weiterhin so geschlossen auftreten, dann können sie die Leistungen der abgelaufenen Saison auch im 2. Jahr der Zugehörigkeit in Liga 1 bestätigen. Das letzte Heimspiel in der regulären Saison der Canes wird übrigens am 5. Mai im Ludwigsparkstadion gegen Schwäbisch Hall ausgetragen.
APR
13
Juniorcanes wollen Wiedergutmachung in wegweisendem Spiel
Im direkten Aufeinandertreffen der Verlierer des Auftaktwochenendes in der Jugendbundesliga zwischen den Junioren der Saarland Hurricanes und den Franken Knights am Samstag im Ludwigsparkstadion um 15:00 Uhr kann nur der Sieger noch in den Kampf um die Play-Offs eingreifen.
(TR/SH) Nach dem Fehlstart vom letzten Sonntag geht es für die Jugend-mannschaft der Saarland Hurricanes schon in einem vorentscheidenden Spiel um den Einzug in die Play-Offs. Beide Teams, die Saarländer als auch die Gäste aus Rothenburg ob der Tauber mussten sich den Kontrahenten am vergangenen Wochenende geschlagen geben. Während die Canes nur stellenweise ihr Potential abrufen konnten und zudem noch den Ausfall des Quarterbacks Marcus Richardson beklagen mussten, lieferten die Bayern dem letztjährigen Süd-Meister aus Schwäbisch Hall ein Kampf bis zur letzten Minute. Letztlich verloren sie knapp mit 27:24. Die Aufgaben für den Nachwuchs der Footballer von der Saar werden also nicht leichter. Dennoch gehen die Spieler von Headcoach Martin Mick hochmotiviert in die Begegnung. In der abgelaufenen Saison hatten sie den Gegner noch klar im Griff. Mit jeweils 20 Punkten Unterschied konnten die Begegnungen gewonnen werden. Was diese Lorbeeren der Vergangenheit wert sind, mußten die Juniorcanes am letzten Sonntag schmerzhaft erkennen, als sie gegen den Aufsteiger verloren. Morgen soll nun gezeigt werden, dass das Spiel gegen Stuttgart tatsächlich ein Ausrutscher war. Die Mannschaft will die ersten beiden Punkte einfahren, unabhängig davon, wer sie als Quarterback auf das Feld führen kann. Um 15:00 Uhr ist Kick-Off im Ludwigsparkstadion. Unterstützung von den Rängen ist herzlich willkommen!
APR
11
Saarland Hurricanes gewinnen Südwest-Pokal
Mit 3 ungefährdeten Siegen setzen sich die Spieler der Bundesligamannschaft gegen unterklassige Konkurrenten in Szene. 24:08 vs Heilgenstein Crusaders, 16:00 vs Mainz Golden Eagles und 6:0 vs Bad Kreuznach Thunderbirds
(TR/SH) Es war ein gelungener Ausflug an den Rhein nach Mainz zum Verbandspokal des American-Football-Landesverbandes Rheinland-Pfalz-Saarland. Die Canes traten als klare Favoriten gegen die unterklassige Konkurrenz aus der Region an, sind sie doch der einzige Bundesligist des Südwestens. Für Headcoach Detlev Grün ging es vor allem darum, allen Spielern genügend Spielzeit zu geben, Spass zu haben und natürlich den Pokal zu gewinnen.
Nicht nur er war gespannt darauf, wie sich der neue Quarterback Mike Pullin auf dem Platz bewähren würde. Der Kanadier war erst am Dienstag im Saarland gelandet und hatte gerade mal 2 Trainingseinheiten mit der Mannschaft hinter sich gebracht. Dort hinterließ der 22-Jährige einen guten und engagierten Eindruck. Von ihm wird erwartet, dass er seine Position ähnlich beweglich interpretiert, wie es vor Jahren Ben Horten im Dress der Canes machte. Wenn ein Pass nicht mehr möglich ist, soll er selbst für den nötigen Raumgewinn sorgen. Dass er schnell genug ist, zeigte er gleich im ersten Spiel als er fast mühelos einen 80-Yard-Touchdown erzielte. In den 3 kurzen Spielen, ein Spiel dauerte ca. 1 Stunde, die alle an einem Nachmittag ausgetragen wurden, zeigte sich die Mannschaft über weite Strecken sehr diszipliniert und konzentriert. Dieses Kompliment macht headcoach Detlev grün auch am Ende des langen Tages. Er wusste, dass es für seine Jungs nicht leicht gewesen ist, gegen klar unterlegene Mannschaften immer die Konzentration hochzuhalten.
Im ersten Spiel hieß es bereits zur Halbzeit 24:00 für die Canes. In der zweiten Halbzeit geriet das Spiel ins Stocken. Es lag an einigen merkwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter, die die Mannschaft aus dem Rhythmus brachten. Ein Beleg dafür, dass zu Saisonbeginn natürlich noch nicht alles rund läuft.
Nach der Aufregung in der zweiten Halbzeit gegen die Heiligenstein Crusaders zeigte sich das Team von Detlev Grün im direkt anschließenden Spiel gegen die Mainz Golden Eagles wieder von seiner disziplinierten Seite. Die Verteidigung ließ keine Punkte mehr zu. Mit der Offense wurde der Ball bewegt und ein nie gefährdeter Sieg eingefahren. Die letzte Begegnung gegen Bad Kreuznach fiel mit 6:0 zwar nicht mehr so deutlich aus, war aber dennoch nie gefährdet.
Für die Trainer brachten diese kurzen Spiele vor allem Rückschlüsse über die Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Spieler. Immerhin streifen in dieser Saison doch einige neue Spieler das Trikot der Saarland Hurricanes über. Gerade die Neuzugänge standen unter besonderer Beobachtung. Hier tat sich wie erhofft Mike Pullin als wertvolle Verstärkung hervor. Er ließ häufig sein Potential aufblitzen und lässt die Erwartungen für die Saison steigen. Am 21.April wird es für die Jungs um ihren jungen Quarterback ernst. Dann treten sie im ersten Saisonspiel beim Interconference-Gegner Berlin Adler in der Bundeshauptstadt an.
APR
10
verpatzter Saisonstart für Juniorcanes
Die Jugendmannschaft der Saarland Hurricanes ist mit einer 14:32 (0:16/8:0/6:16/0:0) Schlappe in ihre 2. Bundesligasaison gestartet
(TR/SH) Das es schwerer werden würde als von dem einen oder anderen erwartet, wusste Headcoach Martin Mick schon, als er am Samstag mor-gen ins Ludwigsparkstadion fuhr. Immerhin hatte er im Vorfeld schon An-zeichen erkannt, dass einige seiner Spieler nicht so gut vorbereitet in die-se Saison gehen würden wie in die so überraschend erfolgreiche Spielzeit 2006. Leider wurden seine Ahnungen auf dem Platz bestätigt.
„Es war nicht alles schlecht, was ich gesehen habe,“ sagte er später im Huddle, „aber ich hoffe und erwarte, dass jetzt auch der Letzte kapiert hat, dass es in der GFL nichts geschenkt gibt.“ Ein knappes Resümee von Martin Mick, das aber für viele den Nagel auf dem Kopf traf.
Die Begegnung ging nach einem missglückten Onside-Kick der Canes mit Ballbesitz für die Gäste aus Stuttgart los. Diese konnten vor allem im ers-ten Viertel regelmäßig mit ihrer Laufoffense essentiellen Raumgewinn er-zielen. Folgerichtig markierte QB Steffen Haenelt mit einem 6-Yard-Lauf die 8:0 Führung (Conv. durch FB Schneider). Mit der eigenen Offense am Ball zeigten die Canes, dass Sie nicht gewillt waren das Feld kampflos zu überlassen. Allerdings wurde der Drive tief in der gegnerischen Hälfte von einer Interception durch die Scorpions jäh beendet. Wieder fand die Ver-teidigung der Saarländer kein Mittel gegen die Schwaben. 16:0 hieß es noch im 1. Viertel, wiederum durch Haenelt markiert. Im 2. Viertel führte Quarterback Marcus Richardson die Gastgeber auch endlich in die gegneri-sche Endzone. Durch die Verletzung von Paul Motzki lag die Hauptlast des Angriffs auf den Schultern von Runningback Karim Bida. Er erzielte auch die ersten Punkte für die Canes. Die Juniorcanes waren nun richtig im Spiel. Die Verteidigung zeigte sich immer häufiger auf dem Posten. Die verstärkten Bemühungen wurden mit einem Turnover on Downs belohnt. Doch die Zeit drohte den Jungs von Martin Mick wegzulaufen. Sie kamen noch zu einem First Down an der 10 Yard-Linie der Stuttgarter, nach ei-nem QB-Sack lief die Uhr aber zur Halbzeit aus. Aber die Spieler hatten gezeigt, dass sie willens waren, wieder in die Begegnung zurückzukom-men. Die 2. Hälfte begann mit Ballbesitz für die Gastgeber. Wieder war es hauptsächlich Karim Bida, der für den nötigen Raumgewinn zuständig war. Auch wenn letztlich Marcus Richardson mit einem 11-Yard Lauf die Endzo-ne fand. Leider war es die letzte gelungene Aktion von dem jungen saar-ländischen Quarterback. Kurz nach seinem Touchdown war er mit seiner Offense bereits wieder auf dem Feld. Die Gäste aus dem Schwabenland hatten nach dem 14:16 Anschluss gleich im ersten Spielzug mit einem 73-Yards Touchdownlauf von HB Leon Leberer zur 24:14 Führung gekontert. Beim ersten Versuch verletzte sich Marcus Richardson derart schwer, dass sein Einsatz für das kommende Spiel gegen die Franken Knights fraglich ist. Sein Back-up Henning Sauber konnte mit seinen Mannschaftskamera-den die drohende Niederlage nicht mehr abwenden. Im Gegenteil noch im 3. Viertel stellten die Gäste aus Stuttgart den 32:14 Endstand her.
Wie Headcoach Martin Mick schon feststellte, waren die Ansätze da, auch 2007 wieder eine erfolgreiche Saison zu spielen. Hierfür bedarf es aber eine konsequentere Vorbereitung auf die einzelnen Begegnungen. Vor al-lem da die beiden anderen Gegner Schwäbisch Hall Unicorns und Franken Knights sich in Hall beinahe ebenbürtig zeigten und mit einem knappen 27:24 trennten. Die Weichen für die Saison werden nach der Auftaktnie-derlage bereits am kommenden Samstag gegen die Franken Knights ge-stellt. Kick-Off 15:00 Uhr wieder im Ludwigsparkstadion.













